Antfeld

Auf Höhe des Ruhrknicks, wo die Ruhr von ihrem anfänglich nördlichen Kurs nach Westen hin abbiegt, liegt Antfeld. Obwohl der kleine Ort Olsbergs nördlichster Ortsteil ist, zählt er bereits zum Naturpark Arnsberger Wald. Im Westen ragt markant der Ochsenberg (488m) auf, im Osten der Hölzerne Peter (514m), und nach Norden hin geht es am Vossstein (520m) hinauf in die bewaldeten Hügel des Arnsberger Walds.

Ein wichtiger Wirtschaftszweig für den Ort war lange Zeit der Schieferbergbau. Erst in den 1960er Jahren wurde er eingestellt. Ein Gedenkstein in der Ortsmitte erinnert daran. Auffällig in der Ortsmitte auch die Hambergkapelle, eine Kriegergedächtniskapelle

Von den Gebäuden des Ortes ist vor allem das Schloss einen zweiten und dritten Blick wert. Schloss Antfeld ist eines von insgesamt fünf Schlössern und ehemaligen Adelssitzen, die sich auf Olsberger Stadtgebiet bis heute erhalten haben und teils wirklich märchenhaft wirken. Und als Kulisse im Märchenfilm würde Schloss Antfeld auch allemal durchgehen. Erstmals erwähnt wird das Schloss 1259. Allerdings war es damals noch nicht wirklich ein Schloss, vielmehr ein Gutshof.

Die heutigen Gebäude entstanden vermutlich 1716-19. Umgeben von einem weitläufigen Park, der durch eine Mauer nach außen hin geschützt ist, bildet das Herrenhaus das Zentrum der Anlage. Es ist zweigeschossig, dreiflügelig und zeigt eine vergleichsweise schlichte Fassade. Das barocke Portal am Haupteingang und die zweiläufige Treppe sind ein wenig üppiger dekoriert. Nach Süden zum Garten hin gibt es zwei quadratische Ecktürme, von je einer welschen Haube gekrönt.

Mehrere Wirtschaftsgebäude und die Schlosskapelle von 1723 gruppieren sich mit dem Herrenhaus um einen rechteckigen Innenhof. Eine kleine lokale Besonderheit ist in der Kapelle verborgen, genauer im Altar. Er enthält ein Werk aus dem 16. Jahrhundert, das die Kreuzabnahme Jesu zeigt. Als Hintergrund für die Szene nutzte der unbekannte Künstler die Bruchhauser Steine aus der Nachbarschaft. Das gesamte Schloss Antfeld ist heute in Privatbesitz und kann nicht von innen besichtigt werden.