Amecke

Am südlichsten Zipfel des Sorpesees liegt der Sunderner Ortsteil Amecke. Die Landschaft des Sorpetals präsentiert sich an dieser Stelle recht offen, bedeckt von Wiesen und Feldern. Nur vereinzelt findet man auch einige Fleckchen Wald, so zum Beispiel auf dem Gipfel des Schillenbergs (382m) im Südosten.

Einige örtliche Wanderwege führen durch den Ort, der sich gut als Ausgangspunkt eignet, will man die Landschaft südlich des Sorpesees erkunden. Folgt man einem dieser Wege in Richtung Nordosten, trifft man bald auf die Sauerland-Waldroute, einen Weitwanderweg moderner Prägung. Und gar nicht weit davon entfernt auf ein besonderes Naturdenkmal, die Krause Eiche. Ein wenig zerzaust sieht der alte Baum tatsächlich aus, lädt aber dennoch zu einer kurzen Rast ein.

Südlich der eigentlichen Ortschaft findet man Haus Amecke, einen ehemaligen Rittersitz. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Gebäude bilden ein schlichtes, aber dennoch interessantes Ensemble, farbig verputzt und mit steilen Walmdächern gedeckt. Nur der quadratische Turm trägt mit einer neobarocken Haube einen etwas auffälligeren Schmuck.

Über die Baugeschichte von Haus Amecke weiß man heute nicht mehr jedes Detail. Sicher ist jedoch, dass die Geschichte des Adelssitzes mindestens bis ins Jahr 1338 zurückreicht. Es befand sich im Besitz der Herren zu Wrede, als es 1419 in das niederste und das oberste Haus aufgeteilt wurde. Die Gebäude, die bis heute zu sehen sind, gingen vermutlich aus dem untersten Haus hervor, während heute nicht mehr bekannt ist, wo und in welcher Form das oberste Haus exakt stand.

Die heutige Anlage besteht aus Vorburg und Herrenhaus und war bis ins Jahr 1830 durch Wassergräben geschützt, von denen heute allerdings nichts mehr zu sehen ist. Das Herrenhaus ist schlicht, zweigeschossig und mit einem hohen Sockelgeschoss versehen. Der bereits erwähnte Turm entstand erst in jüngerer Vergangenheit, er wurde 1921 gebaut. Auffällig sind noch die Ecktürme der Vorburg mit ihren barocken Hauben und das nördliche Tor, ebenfalls im Barockstil. Da sich das Anwesen bis heute im Privatbesitz der Familie von Wrede befindet, ist eine Besichtigung nur von außen möglich.

Erwähnt werden sollte auch der Golfplatz Sorpesee, der zwischen Amecke und Allendorf liegt. Als Golfplatz für jedermann bietet er eine familientaugliche 6-Loch- und einen 9-Loch-Golfplatz Inmitten einer ansprechenden Umgebung kann man hier auch ohne Clubmitgliedschaft an seinem Handicap arbeiten.

Regionaler Bezug:

Sundern (Sauerland) Hochsauerlandkreis Nordrhein-Westfalen Sunderner Wälder Hochsauerland Sauerland