Algenroth

Algenroth ist der westlichste Punkt im Untertaunus. Die 16 Häuser und elf Höfe des Dorfes stehen nur wenige Meter von der Landesgrenze von Hessen nach Rheinland-Pfalz. Nach Zorn im Süden und Nieder- und Obermeilingen im Norden sind es jeweils nur einen Kilometer.

Die evangelische Kapelle, ein kleiner Fachwerkbau, wurde 1731 als Backhaus errichtet. Sie steht im Schnittpunkt der beiden größeren Ortsstraßen. Fast überdimensioniert erscheint der hohe verschieferte Dachreiter mit doppelter geschweifter Haube, der auf eine schon frühere sakrale Nutzung des 1970-71 zur Kirche umgebauten Backhauses schließen lässt. Das markante Fachwerk prägt die Ortsmitte von Algenroth zusammen mit einem benachbarten Hofgut aus dem 18. Jahrhundert.

Als Naturdenkmal eingestuft ist die 500jährige Eiche am Ortsrand im Nordwesten. Südöstlich verläuft der kleine Morsbach, der am Pfaffenberg (445m) vorbei nach Zorn führt. Oberhalb des Bachtals erstreckt sich das Waldgebiet Eichnert. Hier liegt das so genannte Hareschloss, vermutlich Überreste einer mittelalterlichen Turmburg. Sichtbar ist davon allerdings nur noch ein kleiner Bergsporn am Halsgraben.