Niedermeilingen

In einem Nebental des Mühlbachs liegen die beiden Weiler Niedermeilingen und Obermeilingen, die mittlerweile ineinander übergehen. Malerisch zwischen bewaldeten Hängen gelegen ist es vor allem die Kirche mit Kirchhof und Kirchhofmauer, die das Ortsbild von Niedermeilingen prägt.

Die St. Stephanuskirche wurde auf einem Felsplateau südlich von Niedermeilingen, der Kirchlai, 1768-69 erbaut. Die Ursprünge der Kirche reichen aber bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Saalbau hat einen hohen achteckigen Haubendachreiter. Nicht nur die Lage der Kirche auf einem kleinen Felshügel am Rande des Ortes ist wunderschön, sondern auch das Kircheninnere mit sehenswerten Bauernmalereien, der Schöler-Orgel von 1774 und der schönen Kanzel lädt zum Verweilen ein. Gegenüber der Stephanuskirche steht das um 1850 erbaute Pfarrhaus mit zugehöriger Scheune von 1700.

In der Ortsmitte von Obermeilingen steht heute auf einer Verkehrsinsel das 1738 errichtete Backhaus Obermeilingen. Es dürfte es sich damit um eines der ältesten dörflichen Backhäuser des Rheingau-Taunus-Kreises handeln. In seiner altertümlichen Bauweise und Form unterscheidet es sich von den häufigeren Beispielen des 19. Jahrhunderts. Zusammen mit einer Fachwerkscheune auf Bruchsteinsockel in der Ellenbogengasse und einem Laufbrunnen aus der Michelbacher Hütte, ist es ein anschauliches Zeugnis für die landwirtschaftliche Vergangenheit des kleinen Ortes.

Regionaler Bezug:

Hessen Taunus Untertaunus Rheingau-Taunus-Kreis Heidenrod Kemeler Heide