Alendorf (Blankenheim)

Das Lampertstal gilt manchem Beobachter als die Toskana der Eifel. Der Lampertsbach entspringt bei Esch und mündet nach knapp 10km oberhalb von Dollendorf in die Ahr. Und mitten drin im Lampertstal liegt der Blankenheimer Ortsteil Alendorf, in einer Gegend, die man auch als Alendorfer Kalktriften kennt.

Das Lampertstal steht weiträumig unter Naturschutz und die Wacholderhaine im Lampertstal gelten mit einer Fläche von rund 650ha als größtes Wacholderschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen und eines der größten in ganz Deutschland. Ein perfektes Gebiet zum Wandern also. Und wer das am zweiten Augustwochenende machen will, kann seine Wanderung gleich mit einem Besuch des Alendorfer Wacholderfests verbinden.

Alendorf ist umgeben von den drei Bergen Kalvarienberg (523m), Eierberg (548m) und dem Hämmersberg (530m). Vom Kalvarienberg aus genießt sich ein fantastischer Eifelblick in die einzigartige Naturlandschaft, mit Magerrasen und Wacholder, mit ihrer Flora wie Kuhschelle, Knäuel-Glockenblume, Windrosen und Orchideenarten und seltenen Schmetterlingen. Man schaut zur Hohen Acht (747m) und bis ins 23km weit entfernte Nürburg, sieht Ripsdorf und die umliegenden Gemeinden und vor allen Dingen Wacholder, die Zypressen der Eifel.

Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim ließ zwischen 1663 und 1680 sieben Kreuzwegestationen zum Kalvarienberg errichten. Im 19. Jahrhundert kamen weitere sieben Stationen hinzu. Die Sandsteinkreuze mit Darstellung der Kreuzigung Christi führten einst zu einer Kapelle auf dem Kalvarienberg, die heute nicht mehr existiert, sondern durch ein Gipfelkreuz mit der Jahreszahl 1675 ersetzt wurde.

Alendorf mit Ersterwähnung im Jahr 1271 ist eine der ältesten Pfarreien im Blankenheimer Dekanat. Am Kalvarienberg fällt die Bergkirche (frühere Pfarrkirche St. Agatha) von Alendorf auf, die Ursprünge im Jahr 1494 hat. Die einschiffige Hallenkirche mit fünfseitig geschlossenem Chor und einem viergeschossigen Westturm mit Rhombendach ist umgeben von einem alten Dorffriedhof und einer Kriegsgräberstätte. Von hier aus empfiehlt sich der Kreuzwegegang auf den Berg. Von der Bergkirche startet jährlich in der Karwoche eine Kreuzwegeprozession bis zum Gipfel.

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