Agathaberg

Das zu Wipperfürth eingemeindete Kirchdorf Agathaberg liegt auf rund 370 m ü. NN auf der Wasserscheide zwischen dem 8km langen Gaulbach – einem Wupperzufluss – und der Kürtener Sülz, die zur Agger hin entwässert.

Agathaberg entstand aufgrund eines Unglücks. 1465 brannte Wipperfürth und große Teile der Stadt wurden zerstört. Um solche Katastrophen zu bannen, kam der damalige Pfarrer auf die Idee, eine Pilgerfahrt nach Sizilien zum Grab der heiligen Agatha, der Schutzpatronin gegen Feuer, zu unternehmen. Dazu kam es dann zwar nicht, aber wenigstens baute man 1474 eine kleine Kapelle und widmete sie der heiligen Agatha.

Rund um die Agathakapelle entstand dann nach und nach der Ort. Und der wuchs so gedeihlich, dass die Kapelle zu klein wurde und man eine neue Kirche brauchte. Die wurde 1903 an die gotische Kapelle angebaut. Die katholische Pfarrkirche St. Agatha beherbergt noch einige interessante Stücke aus der alten Kapelle, z.B. eine kleine achtseitige Kanzel aus dem 16. Jahrhundert, eine Holzfigur der Mutter Gottes aus dem 15. Jahrhundert und eine Sitzfigur des heiligen Maternus aus der Zeit um 1400. Bei Renovierungsarbeiten wurden auch Reste von Kalk-Secco-Wandmalerei freigelegt, die aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Rund um die Kirche findet sich heute noch ein alter Stationenweg, aus der Zeit, als die Agathakapelle regelmäßiges Ziel der Dreifaltigkeitsprozession aus Wipperfürth war.