Acht-Tausender-Steig Bayerischer Wald (über den Arber-Kamm)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑700m  ↓380m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das soll einem auch erstmal einer nachmachen! Die 8-Tausender Strecke führt im Naturpark Bayerischer Wald über den Kamm vom Eck zum Bayernwaldkönig, dem Großen Arber über 8 Berge, die über 1.000m messen, entlang dem Europäischen Fernwanderweg E6. Es reihen sich: Mühlriegel (1.080m), Ödriegel (1.156m), Schwarzeck (1.235m), Reischfleck (1.140m), Heugstatt (1.262m), Enzian (1.285m), Kleiner Arber (1.384m), Großer Arber (1.456m). Zwischen Start und Ziel verkehrt ein Linienbus. Wir packen Essen, Trinken und einen Pulli ein.

Wir freuen uns auf die Panoramaaussichten auf den Böhmerwald und die Berge des Bayerischen Waldes wie dem Falkenstein und Rachel, bei klaren Verhältnisse kann man die Alpen sehen.

Start ist in Eck an der Glasstraße und wo man einen Skilift findet. Eck rühmt sich als ein sonnenreicher Fleck, im Naturidyll Lamer Winkel mit Wiesen, Wäldern und aufstrebendem Tourismus. Als nächste größere Stadt liegt Bad Kötzting westlich. Der Ecker Sattel ist ein Gebirgspass, mit Passhöhe auf etwa 842m. Der Goldsteig umfasst insgesamt 660km. Diese bergige Etappe gilt als eine der faszinierendsten, wenngleich auch schweißtreibenden Wandererfahrungen und wird auch Königsetappe genannt.

Wir erreichen den Mühlriegel als westlichsten Gipfel des Arberkamms. Auf dem felsigen Gipfel sind eine Schutzhütte und ein großes Gipfelkreuz. Die Aussicht erstreckt sich vom Kaitersberg übers Zellertal bis zum Großen Arber. Der Goldsteig führt hier auch über die Grenze Arrach im Landkreis Cham der Oberpfalz und Arnbruck im Landkreis Regen von Niederbayern.

Kurz später erreichen wir den Ödriegel mit flachem Gipfel und Felsriegeln. Wir schauen in den Lamer Winkel, zum Osser und auf den Hohen Bogen. Wir begegnen der Hirschengrube wo einst Spat abgebaut wurde. Über den Hängenden Riegel kommen wir zum Schwarzeck. Etwa 6,3km waren es bislang.

Ein Stück geht es bergab zum Reischflecksattel und weiter mit abwechslungsreicher Vegetation zum Heugstatt. Sein Gipfelplateau wurde bis in die 1950er Jahre als Weide für Jungvieh genutzt. Er bildet etwa die Mitte des Arberkamms und wir genießen die Aussicht. Weiter geht’s über die Höhe Enzian zur Enzianwiese mit Schutzhütte und recht viel Heidelbeersträuchern. Etwa 10,5km Strecke haben wir geschafft.

Ein Stück wandern die Wanderer des Hochtoursteigs mit. Wir gelangen zum Kleinen Arber am Rand des Naturschutzgebiets Kleiner Arbersee. Am Gipfelkeuz ist ein Gipfelbuch und wir schauen in den Lamer Winkel bis ins Zellertal. Der Kleine Arbersee ist nördlich von uns. Nach weiteren 500m kommen wir zur Chamer Hütte, die 1952 errichtet wurde und wo wir uns erfrischen können.

Durch die abwechslungsreiche bergige Landschaft wandern wir etwas abwärts und wieder aufwärts, es wird merklich betriebsamer auf dem Weg zum „König des Bayerischen Waldes“ mit den Radomen obenauf. Am Großen Arber sind die Arberkapelle, Lifte, Arberschutzhaus, Gastronomie und Bergerlebnis. Aussichten bieten sich reichlich, bis nach Tschechien und bis zu den schneebedeckten Alpen. Im Juli liegt die Temperatur heroben im Schnitt bei 11 Grad. Gut, dass wir einen Pulli dabei haben.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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