Aachen-Burtscheid

Um das Jahr 1000 wurde auf Beschluss Kaisers Otto des III. östlich von Aachen das Kloster Burtscheid gegründet. Im 14. Jahrhundert bekam Burtscheid die Stadtrechte und 1816 wurde es Verwaltungssitz des Landkreises Aachen. 1897 wurde Burtscheid dann zu Aachen eingemeindet.

Sehenswertes Überbleibsel der ehemaligen Reichsabtei Burtscheid ist die katholische St. Johann Kirche, die in ihrer heutigen barocken Form 1730-54 auf dem Grundriss des gotischen Vorgängerbaus errichtet wurde. Im Kreuzgang der früheren Abtei wird heute der Abteischatz des früheren Klosters gezeigt mit wertvollen Werken wie der Nikolaus-Mosaik-Ikone (12. Jahrhundert), das Bergkristall-Reliquiar (vermutlich aus Ägypten) und die Evermarus-Büste mit goldenen Muscheln der Jakobspilger.

Einen Steinwurf entfernt steht die katholische Pfarrkirche St. Michael, die ehemals als Leutkirche der Reichsabtei Burtscheid gegründet wurde. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Michaelkirche einem barocken Neubau von 1748-51.

Nördlich der Bahnlinie liegt das Frankenberger Viertel. Hier residierten einst die Vögte der Reichsabtei Burtscheid auf Burg Frankenberg. Als Stadtviertel entstand das Frankenberger Viertel zwischen 1870 und 1920. Es wurden Gebäude im neoklassizistischen und historistischen Stil gebaut. Auch Jugendstil findet sich unter den mehr als 250 ausgewiesenen Baudenkmälern zwischen Oppenhoffallee und Viktoriaallee.

Im Westen des Frankenberger Viertels steht die Dreifaltigkeitskirche, die größte evangelische Kirche in Aachen. Die 1897-99 erbaute Dreifaltigkeitskirche ist von außen neugotisch und im Innenraum dem Jugendstil angelehnt.

Am südlichen Ende der Viktoriaallee steht die katholische Herz-Jesu-Kirche, die auch Frankenberger Dom genannt wird. Der Frankenberger Dom entstand 1908-10 als neuromanische Werksteinbasilika. Im Innenraum gibt es ein großes und sehenswertes Altarmosaik.

In direkter Nachbarschaft erstreckt sich entlang der Bahnlinie der Bürgerpark Moltkebahnhof. Der Park wurde auf dem östlichen Teil des ehemaligen Güterbahnhofs Aachen eingerichtet.

Südlich des Frankenberger Viertels liegt der Aachener Stadtteil Beverau und noch ein bisschen weiter südlich stößt man auf den Waldfriedhof, der direkt an den Aachener Wald angrenzt. Ein Teil des Waldfriedhofs dient als Ehrenfriedhof. Hier wurde 1904-17 der Aachener Bismarckturm gebaut, der die Form eines gekrönten Bs hat. Der Bismarckturm dient als Aussichtsturm. Den Schlüssel gibt’s beim Friedhofspersonal.

IVW