Burg Frankenberg (Aachen)

Burg Frankenberg war der Sitz der Vögte (Verwalter) der Reichsabtei Burtscheid in Aachen. Die erste urkundliche Erwähnung fand Burg Frankenberg im 14. Jahrhundert. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand die Burganlage aus einer breit angelegten Vorburg, einem Wirtschaftshof und der von allen Seiten mit Wasser umgebenen Hauptburg.

Dann wurde Burg Frankenberg 1834-38 dem Zeitgeschmack entsprechend modernisiert. Später ging Burg Frankenberg an die Frankenberger Baugesellschaft, die rund um die Burg das heutige Frankenberger Viertel als innerstädtisches Wohn- und Arbeitsquartier entwickelte.

In der Burg Frankenberg wohnte später zeitweise der bekannte Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers, dessen Junkers Luftverkehr AG 1926 mit dem Deutschen Aero Lloyd zur Lufthansa fusioniert wurde.

Nach den kriegsbedingten Schäden wurde Burg Frankenberg 1961 zum Heimatmuseum umgewidmet. Das Heimatmuseum war hier bis 2010 und eröffnete dann – unter neuem Namen: Centre Charlemagne – am Katschhof in der Aachener Innenstadt neu. Jetzt wird Burg Frankenberg als Bürger- und Kulturzentrum genutzt – als Burg für Bürger.

Zur Burg Frankenberg gibt es eine populäre Sage, die Fastrada-Sage: Karl der Große hatte seiner dritten Frau Fastrada einen Zauberring geschenkt, der ewige Liebe versprach. Als die Gattin starb, war Karl traurig und der Bischof feuerte den Ring einfach in den Teich der Burg. Daraufhin – ewige Liebe halt – zog es Karl immer wieder zur Burg Frankenberg.