Zoo Wuppertal

Der Zoo Wuppertal ist mit einer Fläche von 24ha und 4.200 Tieren aus 470 Arten ein beliebtes Ausflugsziel im Bergischen Städtedreieck. Der Zoo Wuppertal wurde nach Plänen des Frankfurter Gartenarchitekts Heinrich Siesmayer angelegt und 1881 eröffnet. Die 1995 eingerichtete Elefantenalage ist heute der größte Teil des Zoos und Besuchermagnet, insbesondere, wenn die derzeit elf afrikanischen Elefanten gebadet werden.

2007 wurde das Gelände des Zoos Wuppertal erweitert. Die Sambatrasse, eine ehemalige Eisenbahnlinie durch den Staatsforst Burgholz, wurde damals zu einem öffentlichen Rad- und Fußweg ausgebaut und verläuft seitdem, teilweise über die sogenannte Tigertalbrücke, über den neuen und erweiterten Teil des Zoogeländes mit den Raubkatzengehegen. Durch die Erweiterung entstand ein neues Freigehege für afrikanische Löwen, das zugleich das größte Löwengehege in einem deutschen Tierpark ist.

Auch, wenn man den Zoo Wuppertal nicht besucht, lohnt ein Blick auf das Empfangsgebäude, die sogenannten Zoo-Gaststätten. Der prachtvolle Bau gliedert sich in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt entstand 1881-83 als streng symmetrisches Gebäude mit zwei Ecktürmen. Vor der Rückseite befand sich eine Terrasse, die Sitzplätze dort konnten bei schlechtem Wetter jedoch nicht genutzt werden. Um die Anzahl geschützter Sitzplätze zu erhöhen, wurde die Terrasse in zwei Schritten 1897und 1898 in einen Anbau integriert.

Der Zoo Wuppertal ist Namensgeber für das Wuppertaler Zooviertel. Das Wuppertaler Zooviertel liegt zwischen dem Zoo und dem Kiesberg (282m), der Elberfeld von Cronenberg trennt. Im Wuppertaler Zooviertel finden sich zahlreiche schmucke Villen. Direkt gegenüber der Zoo-Gaststäten steht etwa die Villa Schmidt, Wohnhaus des Direktors der ehemaligen Elberfelder Farbenfabriken – der heutigen Bayer AG mit Sitz in Leverkusen.

In Nachbarschaft zur Villa Schmidt steht Haus Grüneck, das 1894-95 im sogenannten malerischen Baustil errichtet wurde. Vom Haus Grüneck kommt man durch die Herthastraße zur Wotanstraße. Hier steht der 1897 aufgestellte Märchenbrunnen auf einer Verkehrsinsel. Nordwestlich des Märchenbrunnens zieht die Siedlung Heimatplan die Blicke des interessierten Besuchers auf sich. Die Siedlung Heimatplan entstand um 1930. Die zentrale Straße der Siedlung Heimatplan ist die Hindenburgstraße, die sich serpentinenartig den Hang hinauf windet.

Westlich des Zoos getrennt durch die Wupper liegt der Wuppertaler Stadtteil Sonnborn. Hier steht benachbart zum Stadion am Zoo die evangelische Hauptkirche Sonnborn. Eine erste Kirche für Sonnborn ist bereits im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Die heutige Sonnborner Hauptkirche ist der dritte Bau an dieser Stelle und entstand 1926. Die Hauptkirche Sonnborn ist als Predigtkirche nach dem Wiesbadener Programm erstellt worden. Besonders bedeutend ist die 1928 gebaute Kirchenorgel aus der Orgelwerkstatt Faust. Die zwei Glocken aus dem 15. Jahrhundert sind die ältesten im Wuppertaler Raum.

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