Zeller Wald Runde: Vom Kirchsee zum Dietramszeller Waldweiher


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑347m  ↓347m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wald, Moor und Seen erwarten uns im Tölzer Land bei Dietramszell und Sachsenkam – und etwas weiter gefasst: zwischen München und Bad Tölz. Wir treffen auf den Kirchsee im Naturschutzgebiet Ellbach- und Kirchseemoor, wandern durch den Zeller Wald zum Dietramszeller Waldweiher, genießen die voralpenländische Moränenlandschaft und haben mit der Wallfahrtskirche Maria Elend ein Barockbauwerk am Wegesrand.

Start ist der Parkplatz am Koglweiher, den die Hiesigen auch unter dem Namen Kogler Lack kennen. Wir betrachten ihn vom Ufer aus. Hier ist auch die Grenze des Naturschutzgebiets Ellbach- und Kirchseemoor, das fast 800ha misst. Es liegt auf den Gebieten der Gemeinde Sachsenkam und der Stadt Bad Tölz. Die wunderschöne Moorlandschaft ist Heimat zahlreicher Insekten, darunter einige Perlmuttfalter-Arten.

Der Kirchsee ist ein Moorsee aus der Würmeiszeit, misst rund 42ha und wird von Moorwasser gespeist. Seine Ableitung ist der Kirchseebach. Die Wassertiefe des Kirchsees beträgt bis zu 16m. Da das Moorwasser eher mild ist und eine recht gute Qualität hat, ist der See als Badegewässer sehr beliebt. Von der Nordseite aus gibt es zwei Badestellen mit Stegen. Man kann hier parken, es gibt Toiletten und eine Wasserwacht.

Wir verlassen das NSG gen Norden und durchstreifen den Zeller Wald. Es geht von rund 710m aufwärts bis auf 810m. Merklich abwärts geht es zum Dietramszeller Waldweiher. Er ist mit dem Kloster Dietramszell verbunden, das nordwestlich von uns ist. Der Dietramszeller Waldweiher (7,4ha) wurde künstlich in den einstigen Klosterwaldungen angelegt. Der See ist an einen Angelverein verpachtet und man kann aus einem bestimmten Winkel die Spitze der ehemaligen Klosterkirche und heutigen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt sehen.

Wir wandern am östlichen und südlichen Ufer entlang und kommen zur Wallfahrtskirche Maria Elend. Der achteckige Zentralbau mit einem angesetzten Turm wurde im Stil des Barocks errichtet und 1690 den Sieben Schmerzen Mariens geweiht. Ihre Bezeichnung „Elend“ wird von der Bedeutung her mit „Grenzland“ oder „fremdes Land“ übersetzt.

Um die 8km Wanderung liegen hinter uns. Im leichten Auf und Ab erschließen wir die verbleibenden 4km mit Wald, kommen zum Streitberg (752m) und dem kleinen Kogl mit wenigen Häusern und von Wiesen umgeben. Bis zum Koglweiher ist es nur noch rund 1km.

Bildnachweis: Von Kajebi II. - Eigenes Werk, [CC BY-SA 4.0], Link

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