Rundwanderung vom Hackensee durch den Zeller Wald (Holzkirchen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑287m  ↓287m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Hackensee liegt in der Marktgemeinde Holzkirchen im Landkreis Miesbach, circa 30km südlich von München und 20km nördlich der Kurstadt Bad Tölz. Die Naturrunde wird uns nach etwa 5km bis auf ca. 811m bringen, hinab zur Wallfahrtskirche Maria Elend und am Waldweiher Dietramszell vorbei – drei Stunden mit Weiher, Wald und Wallfahrt.

Großhartpenning und Kleinhartpenning heißen zwei Dörfer von Holzkirchen und das hat nichts mit Münzen zu tun. Hartpenning soll sich von Hartbeningas ableiten, das im Jahre 804 von einem Kirchenmann notiert wurde und als Gründungsjahr des Ortes gilt. Wir starten westlich von Kleinhartpenning und gehen zum Hackensee.

Das Wasser aus dem Hackensee kommt aus dem Kirchseebach und das aus dem Kirchsee, südlich unserer Runde im NSG Ellbach und Kirchseemoor. Via Hackenseebach fließt das Wasser ab, der seinerseits nach kurzem Lauf versickert. Der idyllisch gelegene nur 3,5m tiefe See ist bei Wanderern und Erholungssuchenden beliebter als bei Badenixen, die lieber ohne mooriges Nass und Wasserpflanzen plantschen.

Wir treffen auf den Kirchseebach im Wald und auf das kleine Gewässer „Der Hacken“. Durch den Zeller Wald führte früher eine Verbindungsstraße zwischen Bad Tölz und München. Überlieferungen sprechen vom „Hinterhalt im Zeller Wald“, von zerlumpten Gestalten, Räubern und Mördern. Einige Kriegsbeute wurde hindurchgeschleppt. Herrenlose Schwedische Truppen marodierten, erpressten, brandschatzten im 17. Jahrhundert und die Einheimischen legten ihnen den Hinterhalt, da sie ihre Kenntnisse des Zeller Waldes zu nutzen wussten.

War das eine Elend besiegt, kam das nächste mit der Pest. Und wir kommen zur Wallfahrtskirche Maria Elend bei Dietramszell, die einer weiteren Überlieferung zufolge auf eine Errettung in höchster Not im 30jährigen Krieg zurückgeht. Ein Verfolgter konnte sich durch Anrufung Marias in einem Erdloch vor den Häschern verbergen. Die Kirche Maria Elend ist ein kleiner achteckiger Zentralbau mit Turm (17. Jh.) und Zwiebelhaube.

Als nächstes treffen wir auf den Waldweiher, der künstlich, südöstlich des Klosters Dietramszell, angelegt wurde. Ein Fischereiverein hat den privaten Weiher gepachtet. Nach weiteren 2km mit Wald treffen wir auf das Nordende von „Der Hacken“, folgen dem Kirchseebach, begehen das Nordufer des Hackensees und sind alsbald in Kleinhartpenning.

Bildnachweis: Von Sir Boris - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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