Wustweiler (Illingen)

Wustweiler liegt etwas nördlich von Illingen. Ausgrabungsfunde zeigen, dass hier bereits Menschen in der Antike siedelten. Auf dem ehemaligen Segelfluggelände oberhalb von Wustweiler wurde ein Gräberfeld mit Brandgräbern aus spätkeltischer bis frührömischer Zeit entdeckt.

Der Hingucker in Wustweiler steht etwas außerhalb des Orts auf einer Anhöhe am Ende der Waldstraße: die Statio Dominus Mundi. Der Architekt Alexander Freiherr von Branca aus München wurde vielfach ausgezeichnet und war auch der Planer der Neuen Pinakothek, um nur einen Bau zu nennen. Die Statio Dominus Mundi ist eine Kapelle aus hellbraunem Sandstein, die etwas in sich abgeschlossenes, beinahe Kaltes hat und dennoch harmonisch wirkt und neugierig macht, wozu vermutlich die Sichtachsen mit hohen Fenstern beitragen. Im Inneren ist Marmor und es finden sich zahlreiche Kunstwerke darin, besonders auch von mittelalterlichen Meistern.

Die Kirche in Wustweiler wurde von Julius Wirtz geplant. Dessen Vater Reinhold Wirtz hatte zuvor den Dom des Illtals in Uchtelfangen verantwortet. Der Junior ließ 1933 die katholische Herz-Jesu-Kirche als Pseudobasilika mit auffallenden zwei Spitzen auf dem Turm und einem großen Altargemälde im Inneren errichten.

Östlich von Wustweiler liegt der Hosterwald, der ein beliebtes Naherholungsgebiet ist und gerne von Wanderern, Walkern und Joggern genutzt wird.