Wuppertal-Schöller

Schöller liegt ganz im Westen von Wuppertal im Tal der Düssel. Die Anfänge des Ortes liegen wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert entstand hier das Rittergut Schöller, von dem heute nur noch der Bergfried und einige Mauerreste übrig sind. Der vor Ort auch Schinderhannesturm genannte Bergfried gilt als ältester Profanbau Wuppertals.

Der Bergfried gehört heute zum Gut Schöller, das auf dem Gelände des früheren Ritterguts ab 1884 als Gutshof aufgebaut wurde. Zum Gut Schöller gehören neben dem Bergfried ein fünfachsgies Wohnhaus mit neugotischen Stilelementen und eine Remise. Beide Bauwerke sind mit dunkel gebrannten Mauerziegeln ausgeführt und gruppieren sich um einen Hof, der zur westlichen Seite eine Toreinfahrt hat.

Die evangelische Pfarrkirche Schöller ist die älteste Kirche Wuppertals und zugleich die einzige romanische Saalkirche im Stadtgebiet. Die Entstehung des Turms ist für das 12. Jahrhundert belegt. Das romanische Kirchenschiff dürfte nicht viel jünger sein. Der Chor wurde wohl im 17. Jahrhundert erbaut. Eine niedrige Kanzel befindet sich am linken Rand des Scheidbogens, ein einfacher Abendmahlstisch steht in der Mitte des Chors. Der Taufstein der Pfarrkirche Schöller stammt aus dem 13. Jahrhundert und war als Teil der ursprünglichen Ausstattung im Erdgeschoss des Turms untergebracht.