Wuppertal-Katernberg

Katernberg ist ein Stadtteil im Westen von Wuppertal und bildet zusammen mit Uellendahl einen gemeinsamen Stadtbezirk. Katernberg liegt westlich des Mirker Hains und zieht sich bis zur Stadtgrenze nach Wülfrath. Bekannt ist Katernberg u.a. für den Atadösken genannten Wasserturm, der 1927 errichtet wurde und wegen seines quadratischen Grundrisses an die Verpackung des damals bekannten Scheuerpulvers Ata erinnerte. Nicht weit weg vom Atadösken – Luftlinie rund 250m – steht ein interessanter Sakralbau, die 1959-60 erbaute katholische Kirche Christ König.

Architekt der Kirche Christ König war Joachim Schürmann, der auch den Schürmann-Bau in Bonn entwarf, eines der teuersten Gebäude der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Christ König Kirche ist vom rechteckigen Innenraum her geplant. Das Äußere – fensterlos und aus Bruchsteinen gemauert – dient als Hülle. Unter dem Dach erhellt ein Lichtgaden, der den Kubus vollständig als Band umschließt, den Raum und löst die kompakte Wandfläche nach oben hin auf.

Deutlich älter ist da das ganz im Westen von Katernberg in der Nähe der Autobahn A 535 stehende Gut Steinberg. Es entstand 1784-85 und war später bis in die 1970er Jahre ein beliebtes Ausflugsziel. Der zum Gut Steinberg gehörende Teich wurde im Sommer als Gondelteich und im Winter zum Schlittschuhfahren genutzt.

Nochmal zurück ins Zentrum von Katernberg in den August-Jung-Weg sei noch auf eine Traditionsgaststätte hingewiesen: die Karpathen. Seit 1836 wird hier gegessen und getrunken und ein fleißiger Gast war in späteren Jahren gerne auch Johannes Rau, ehemals Oberbürgermeister von Wuppertal, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und achter Präsident der Bundesrepublik Deutschland.