Wuppertal-Uellendahl

Der Wuppertaler Stadtteil Uellendahl liegt nördlich der Autobahn A 46 und bildet zusammen mit Katernberg einen Stadtbezirk. Im Süden von Uellendahl an der Grenze zu Elberfeld befindet sich die Mirke, ein locker bebautes Gebiet, durch das einst die Bahnstrecke von Düsseldorf nach Dortmund führte. Diese Nordbahntrasse ist heute als Rad- und Wanderweg umgewidmet.

In der kleinen Seitenstraße In der Mirke steht der Teschemacher Hof, der Rest einer ehemaligen Hofanlage, die um 1630 entstand. Die beiden dreigeschossigen Gebäudeflügel sind in Fachwerkbauweise erstellt worden, die nur an der nördlichen Fassadenseite unverdeckt geblieben ist, die übrigen Seiten sind verschiefert. Hier hatte im 18. Jahrhundert der Orgelbauer Jacob Engelbert Teschemacher seine Werkstatt. Das in der Nachbarschaft liegende Freibad Mirke geht auf eine Anlage der Familie Teschemacher zurück.

Etwas östlich vom Teschemacher Hof befindet sich am Weinberg 4 der Jüdische Friedhof am Weinberg. Er liegt an einer Flanke des Stübchensbergs (271m) und wurde 1896 angelegt. Der Jüdische Friedhof am Weinberg ist, außer am Sabbat und an jüdischen Feiertagen, geöffnet.

Hält man sich vom Teschemacher Hof über die Vogelsangstraße nordwärts kommt man in den Mirker Hain. Dieses Waldstück wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Elberfelder Verschönerungsverein angekauft und erhielt einige Parkstrukturen. Heute wird der Mirker Hain als Naherholungsgebiet genutzt. Das dicht geschlossene Blätterdach der zum Teil 150 Jahre alten Buchen und Eichen prägt den Mirker Hain.

Am Südrand des Mirker Hains stehen zwei bemerkenswerte Gebäude. Das eine ist die Villa Seyd, eine der größten Villen in Wuppertal. Die großzügige Anlage im neobarocken Stil wurde 1897-99 im Auftrag des Unternehmers Carl Hermann Seyd erbaut. Heute wird die Villa Seyd als Mehrfamilienhaus der gehobenen Klasse genutzt.

Keine 200m nördlich an der Kohlstraße steht das Norwegische Holzhaus. Der Wuppertaler Bankier von der Heydt entdeckte dieses Haus in Fertigbauweise auf der Weltausstellung 1900 in Paris, kaufte es, ließ es demontieren und am Mirker Hain wieder aufstellen. Manchem gilt es als ältestes Fertighaus in Deutschland, was so allerdings nicht bestätigt werden kann. Es ist aber jedenfalls das älteste Fertighaus in Wuppertal.