Wisper Trail Naurother Grubengold


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑364m  ↓364m
Wisper Trails Naurother Grubengold Beschilderung Markierung

Nauroth, Hilgenroth und Dickschied sind drei kleine Orte der Flächengemeinde Heidenrod, die auf einem Höhenzug liegen, der die Kemeler Heide vom Wispertaunus trennt. Die Kemeler Heide ist eine Hochfläche, die sich rund um den Mappershainer Kopf (548m) erstreckt. Hier entspringen der Dörsbach, der nach Nordwesten der Lahn zufließt, und die Wisper, die ihren Weg nach Südosten zum Rhein nimmt.

Der Wispertaunus verdankt seinen Namen eben dieser Wisper, die auf dreißig Kilometern eines der schönsten Seitentäler des Rheins eingeschnitten hat, waldreich, still und natürlich. Ein herrlicher Fluchtpunkt, vor allem für die Städter aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Diese schöne Landschaft ist ideal für Wanderer und damit die auch die schönsten Plätze finden, wurden der Wispertaunussteig und begleitend die Wisper Trails angelegt: Rundwanderwege links und rechts der Wisper. Einer dieser Wisper Trails führt uns um Nauroth und hört auf den Namen Naurother Grubengold.

Warum Grubengold mag man sich fragen. Nun, bis 1964 wurde in Nauroth in zwei Gruben Schiefer der Lagerstätten des Kauber Zuges abgebaut. Die Grube Meiers Hoffnung dient heute der Wasserversorgung. Das Areal der Grube Rosit, während ihrer Betriebszeit bekannt für Dachschiefer von höchster Qualität, wurde rekultiviert und als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Wisper Trail auf dem Wanderparkplatz Naurother Heide. Der liegt nördlich von Nauroth direkt an der Landstraße L 3035. Die Wanderung leitet uns entgegen des Uhrzeigersinns und wir wandern – die Landstraße zu unserer Rechten – ins Gebiet der Schiefergrube Rosit, die 1741 in Betrieb genommen wurde.

Die Grube Rosit war mit einer zeitweiligen Produktion von bis zu 5.800 Tonnen Schiefer im Monat die größte ihrer Art in Hessen. In Spitzenzeiten arbeiteten hier 300 Mann. In dem 1997 ausgewiesenen Naturschutzgebiet Schiefergrube Rosit bei Nauroth sehen aufmerksame Wanderer die Berg- und Mauereidechse, die Geburtshelferkröte, Flechten und Moose verschiedener Art.

Wenig später treffen wir auf den Herzbach, einem der größeren Zuflüsse der Wisper. Wir folgen dem Herzbach, queren ihn später und wandern zwischen Nauroth und Hilgenroth ins Wispertal. Dem folgen wir aufwärts und kommen zum Wispersee, einem als Angelgewässer angelegten Stausee, schön von Bäumen eingefasst. Ein malerisches Plätzchen für eine Pause.

Dann gibt uns der Entelsbach die Richtung vor zur ebenfalls stillgelegten Grube Meiers Hoffnung. Vorbei an dem heute für die Wasserversorgung genutzten Areal wandern wir oberhalb von Nauroth zurück zum Wanderparkplatz Naurother Heide.

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