Wirzenborn (Montabaur)

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Wirzenborn ist ein Stadtteil von Montabaur, der bereits im oberen Gelbachtal liegt. Der Ort hat einige schöne Fachwerkhäuser und eine bemerkenswerte Wallfahrtskirche.

Die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von Wirzenborn ist das markante Wahrzeichen des Westerwälder Ortes Wirzenborn. 1497 begannen die Bauarbeiten am so genannten Kapellenfelsen. Es wird angenommen, dass der Bau durch den verheerenden Stadtbrand in Montabaur veranlasst worden ist, dem 1491 zahlreiche Häuser zum Opfer fielen. Nach der Eröffnung der Kapelle war der Pilgerstrom so groß, dass man schon 1498 mit dem Bau einer größeren Kapelle, der heutigen Kirche begann. 1510 war der Bau vollendet. Die drei Altäre wurden vom Trierer Weihbischof Johannes von Helmont einzeln geweiht.

Von der Wallfahrtskirche Wirzenborn führt ein Stationenweg nach Montabaur. Dieser Weg wurde 1725 errichtet und dokumentiert die blühende Wallfahrten-Industrie im 18. Jahrhundert.

Heute ist eine andere Freizeitbeschäftigung im Gelbachtal stärker vertreten – das Motoradfahren über die kurvenreiche Gelbachtalstraße. Den schnellen Zweirädern widmet sich das Motorradmuseum Montabaur, das in Wirzenborn restaurierte Motorradklassiker aus sieben Jahrzehnten präsentiert.

Unterhalb von Wirzenborn wendet sich der Gelbach im Wirzenborner Krampen und fließt nun südwärts weiter in Richtung Reckenthal. Auf der schmalen Rumpfriedelhochfläche zwischen Wirzenborn und Reckenthal hat man einen guten Ausblick aufs obere Gelbachtal.

Eine schöne Rundwanderung durchs obere Gelbachtal startet in Wirzenborn. Vom Parkplatz an der Gelbachstraße auf der von Montabaur aus gesehenen rechten Talseite geht es steil hinauf auf die Reckenthaler Höhe, die eine gute Aussicht bietet: Rechts erhebt sich die Montabaurer Höhe und die Stadt mit ihrem Schloss, links geht der Blick ins Gelbachtal und auf den Waldrücken des 443 Meter hohen Höchst. Der Weg führt weiter durch den Wald nach Ettersdorf, wo der Rückweg beginnt. Entlang des Gelbachs auf einem ausgebauten Wanderweg, gut gesichert zum oft tiefen Bachufer hinunter, manchmal begleitet von steilen Felswänden geht es vorbei an Bladernheim zur Wüstung Sespenroth, deren Einwohner alle im 19. Jahrhundert nach Milwaukee und Wisconsin ausgewandert sind. Nach Querung der Kreisstraße K 161 führen die letzten Wegmeter durch das Eisenbach- und das Holzbachtal zurück nach Wirzenborn.