Windhagen

Windhagen gehört zu den ältesten urkundlich bekannten Orten im Rhein-Westerwald. Bereits 893 n.Chr. wird Windhagen im Prümer Urbar - einem Güterverzeichnis des Benediktinerklosters Prüm in der Eifel – genannt. Der Ortsname leitet sich aus dem Wort Wendehagen ab was soviel bedeutet wie Grenzort zwischen verschiedenen germanischen Gauen.

Windhagen und die zugehörigen zwölf Einzelorte liegen im Übergang des Siebengebirges in den Rhein-Westerwald. Die Gegend bietet abwechslungsreiche Wandergebiete, so etwa ins Pfaffenbachtal beim Dörfchen Hüngsberg. Am Zusammenfluss des Stockhausener Bachs und des Pfaffenbachs auf der sogenannten Kirchwiese wurde ein Jugendzeltplatz angelegt, der sich im Sommer großer Beliebtheit erfreut.

In Hüngsberg ist die Kapelle St. Mariä Heimsuchung einen Abstecher wert. Der rechteckige Bau schließt im Halbrund und trägt ein schiefergedecktes Satteldach, das über dem Giebel ein Glockentürmchen aufweist. Die Hüngsberger Heimsuchungskapelle wurde 1822 erbaut und birgt eine um 1460 gefertigte Madonna auf einer Mondsichel stehend.

Die Weide von Windhagen wird schon einmal gerne als unbekanntes Naturwunder bezeichnet. In einem kleinen Biotop am unteren Ende der Lärchenstraße steht eine ausladende Weide mit zwei Stämmen, die eine Fläche von 50x25m bedeckt. Wer das Biotop und die Weide von Windhagen mit einem kleinen Marsch verbinden will, folgt dem Waldweg weiter in Richtung Bockental und orientiert sich dann an den Wegweisern „Ameisenweg“. Zurück geht es über die wenig befahrenen Ortsstraßen zur Richtung Kirche.

Die Windhagener Pfarrkirche St. Bartholomäus wurde 1869-70 erbaut und ist Mittelpunkt des Ortes. Der Turm wurde nach Einsturz 1908 neu errichtet und mit einem gotischen Neubau erweitert. Von der neugotischen Ausstattung ist der bescheidene Hochaltar erhalten.

Am Südrand von Windhagen streckt sich das kleine Hallerbachtal mit schönen Wanderwegen rund um die Orte Rederscheid, Stockhausen und Günterscheid. Im Ort Hallerbach steht die Dreifaltigkeitskapelle, die bereits 1450 komplett renoviert wurde und dementsprechend deutlich älter sein muss. Der etwa 6m lange in weiß gestrichene Baukörper wird von einem Satteldach mit Glockenturm bedeckt. Hier schlägt die 1852 bei Schippang in Neuwied gegossene Bronzeglocke.

Im sich westlich anschließenden Rederscheid befindet sich die St. Sebastianuskapelle. Das Gotteshaus wurde am 10. Mai 1803 für den Gottesdienst geweiht und prägt heute den Ortskern von Rederscheid. Der weißverputzte Rechteckbau mit dreiteiligem fensterlosen Schluss trägt ein geschiefertes Satteldach, das über dem Chor in ein Walmdach übergeht.

Regionaler Bezug:

Asbach (Westerwald) Landkreis Neuwied Rheinland-Pfalz Asbacher Hochfläche Rhein-Westerwald Westerwald