Wiedehopfpfad: Von Breisach am Rhein durch den Kaiserstuhl


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 30 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑823m  ↓834m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Durch den touristisch betitelten Naturgarten Kaiserstuhl mit insgesamt rund 400km ausgeschilderten Routen mit Themenwegen, Orts-Rundwanderungen oder Lehrpfaden ist der Wiedehopfpfad mit 30km der längste. Er verbindet Breisach am Rhein mit Sasbach am Kaiserstuhl.

Der Wiedehopf trägt ein rötliches Cape, dazu Zebrastreifen und einen kecken Kopfschmuck sowie einen elegant lang gebogenen Schnabel, sein Ruf: hudhudhud kommt dagegen recht schnörkellos daher. Unsere Tageswanderung heute macht Schnörkel östlich des Rheins, mehrfach geht es hinauf und hinab, wir streifen Achkarren, kommen vorbei an Nieder- und Oberrotweil, durchwandern Burkheim und Jechtingen und etliche Weinanbaugebiete. 

Start ist in Breisach am Bahnhof und Wanderrichtung ist Norden. Wir gehen den Knabenkrautpfad und über die Straße Zum Kaiserstuhl. Beim Verlassen von Breisach kommen wir am Badischen Winzerkeller vorbei, einem Verbund von Winzern aus Breisach unter dem Titel: Die Sonnenwinzer.

Der Knabenkrautpfad, der Breisach mit Bötzingen verbindet und ein weiterer Themenwanderweg ist, führt uns jetzt zum kleinen Ihringer Baggersee, wo man sich an einem heißen Tag flugs abkühlen kann. Wir überqueren den Krebsbach und die K4928 und folgen weiterhin dem Knabenkraut durch Felder und Weinbau. Eine Serpentine bringt uns zum Staatsweingut Blankenhornsberg. Es gehört zum Staatsweingut Freiburg und bewirtschaftet 37ha. Wir haben jetzt knapp 5,5km hinter uns und gehen weiter ein Stück bergauf, wobei wir auch durch Wald kommen, uns links halten, der Knabe mit dem Kraut geht’s weiter. Nach etwa weiteren 500m haben wir den höchsten Punkt der Wanderung bei 329m erreicht. 

Es geht talwärts in einer Schleife an Achkarren-Kreuzmatten vorbei, durch Weinbau und in Serpentinen zum Schlossberg bei der Burg Höhingen, nördlich von Achkarren. Die Höhenburg aus dem Jahr 1064 ist nur noch als Ruine zwischen den Rebstöcken auszumachen. Wir gehen nun wieder hinunter durch Wald und Wein, kommen ins Tal und nach Oberrotweil. Wir biegen links in die Bahnhofstraße ein, die uns auf den Henkenbergweg bringt. Kurz vor Burkheim haben wir die Hälfte der Strecke geschafft. 

Burkheim am Kaiserstuhl ist unser Rastort. Mit seiner historischen Altstadt, dem Schloss Burkheim und seinen zahlreichen Winzerstuben lässt sich hier eine genussvolle Pause einlegen. Das Schloss entstand aus einer Spornburg, ragt erhöht auf einem Felsen empor und ist lediglich als Ruine erhalten. Es gehört einer Weinkellerei. Der nächste Bogen des Weges bringt uns näher an den Rhein. 

Wir kommen über den Vogesenblick im Auenwald in die Sponeckstraße, gelangen zum tiefsten Punkt der Wanderung bei 177m und nach Jechtingen hinein. Nun haben wir rund 22km geschafft, überqueren die Bahn und durchstreifen erneut Wein. Jetzt heißt es nochmal Aufi!: 280m. Dann nach Sasbach hinunter und am Rathaus vorbei. 

Wir raffen die letzte Kraft zusammen und ersteigen den Lützelberg mit der Lützelbergkapelle (auch Litzelbergkapelle genannt) über den Kreuzweg. Die Geschichte der Wallfahrtskapelle geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Im Anschluss zieht es uns an den Vater Rhein hinab und die Füße wollen hoch gelegt werden.

Bildnachweis: Von Arturo Nikolai [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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