Weiherweg Mönchsdeggingen (Ferienland Donau-Ries)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑395m  ↓395m
Weiherweg Beschilderung Markierung Wegzeichen

Diese Runde lädt zum Entdecken von Geologie und Natur am Riesrand ein. Das Nördlinger Ries ist eines der besterhaltenen Impaktkrater der Erde. Es entstand durch einen Meteoriteneinschlag vor rund 15 Mio. Jahren. Fast kreisrund liegt es zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb. Wir erkunden es von Mönchsdeggingen aus. Der Name legt schon nahe: Kloster. Dessen Geschichte endete 2009 durch den Wegzug des letzten Mönchs.

Start ist südlich an der Almarinstraße und wir wandern zu Beginn an einem Aufschluss der Geotope Kühstein vorbei, die über einen eigenen Geopark-Lehrpfad erkundet werden können. Nach einem idyllischen Stück mit Waldrand geht es durch Kalkbuchenwald zur Kammerlochhöhle, wo der Gebrauch einer Taschenlampe Sinn macht. Es bietet sich ein Abstecher zur Ursprungsquelle.

Der ausgewiesene Weg führt gen Süden und weiter durch den Wald am sogenannten Hungerbrunnen vorbei. Die dortige Karstquelle schüttet nur, wenn die unterirdischen Wasserstände hoch genug sind, dass sie dort austreten können, man könnte auch Durstbrunnen sagen.

Über leicht hügelige Waldwege gelangen wir zum kleinen Prälatenweiher, um den man auch herumwandern kann. Der künstlich angelegte Teich diente einst den Mönchen vom Kloster Mönchsdeggingen zur Fischzucht. Nach einem kurzen Anstieg geht es nach rund 5,7km abwärts, durch Wald und Feldflur, nach Untermagerbein ins Kesseltal. Im Pfarrdorf ist die evangelische Kirche St. Nikolaus geweiht.

Mit Blick ins Kesseltal kommen wir aufwärts, erst durch Felder und dann durch den Wald nach Mönchsdeggingen mit dem einstigen Kloster und der beeindruckenden Klosterkirche. Das Kloster Mönchsdeggingen war St. Martin geweiht und geht auf eine Gründung im 10. Jahrhundert zurück. Damals gehörte es zu den Benediktinern. Die katholische Kirche St. Martin ist im Kern romanisch. Nach einem Brand folgte im 16. Jahrhundert der Wiederaufbau. Es lohnt ein Verweilen in der Pfeilerbasilika, in der es so viel zu sehen gibt. Da geht einem das Auge über.

Die evangelische Kirche St. Georg ist nur einen Steinwurf entfernt. Uns führt der Weg zur Panoramatafel mit Riesblick sowie weiteren Infos, was wir noch in Mönchsdeggingen anschauen könnten. Dann geht es durch den Kunstwald, wo die Baumstämme farbige Muster tragen. Am jüdischen Friedhof vorbei gelangen wir zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Rikiwiki2 [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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