Wasserfallsteig Bad Urach (Grafensteige Schwäbische Alb)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑545m  ↓545m
Grafensteige: Wasserfallsteig Bad Urach

Der Wasserfallsteig gehört zu den Grafensteigen, die rund um Bad Urach auf der Schwäbischen Alb angelegt wurden. Grafensteige heißen diese Premiumrundwanderwege, weil Bad Urach einst Stammsitz einer Grafschaft war. Heute besticht Bad Urach weniger durch Adel, als durch Natur.

So etwa durch den Uracher Wasserfall, der das Ziel des Wasserfallsteigs ist. Die traumhafte Streckenführung des Wasserfallsteigs vereint die Gegensätze von gewogenem Land, spritzigen Wassern, aussichtsreichen Höhen und malerischen Tälern. Start ist in der Hochsträß am Fuße des Schlossbergs, auf dem Parkplatz bei einer Kneippanlage und dem Maisentalstüble. Wir gehen mit dem Uhrzeiger entlang Wiesen und Waldrand, biegen in den Unterer Wasserfallweg und begleiten den Brühlbach.

An der Elefantenhöhle vorbei und auch über Stufen eines Naturpfades gelangen wir nach etwas über 2km zum Uracher Wasserfall. Hier stürzt sich der Brühlbach 37m in die Tiefe und plätschert über Kalktuffstufen und -polster weitere 50m talwärts. Der Brühlbach ist ein nur 3,4km langer Zufluss zur Erms. Sein Wasser landet über Neckar und Rhein am Ende in der Nordsee.

Wir genießen, neben einer kleinen Rast an der Wasserfallhütte und nach Anstieg über den Ameisenbühl, den Fernblick am „Felsen mit Ausblick“, unter anderem zum Rutschenfelsen. Nach rund 3km sind wir in einer Höhenlage angekommen, auf der wir im leichteren Auf und Ab die nächsten rund 3,5km bleiben.

Der Gipfel des Runden Bergs liegt mit 711m nördlich von uns. Er überragt das umgebende Land um ca. 250m und ist über einen Sattel mit der Albhochfläche verbunden. Sein Plateau war bereits früh besiedelt, nachweislich durch die Alamannen im 4./5. Jahrhundert.

Entlang von Kalkabbrüchen und mit Blick ins Maisental kommen wir zur Aussicht Rutschenfelsen. Wiesen, Wald, Waldrand und Felder durchstreifen wir auf dem Weg zum Vorwerk Fohlenhof des Gestüts Marbach, wo man auch nahebei an einer Grillstelle rasten kann. Wenn wir wieder in den Wald kommen, geht es auch auf einem Natursteinpfad und in Serpentinen hinab zur einstigen Kartause Güterstein, zum Gütersteiner Wasserfall. Eine Kartause ist übrigens ein Kloster des Kartäuserordens.

Der Gütersteiner Wasserfall in kleinen Kaskaden ist zweigeteilt und am Ende gelangt das Wasser in den Brühlbach. Wir gehen ein Stück Galgenbergsträßle, gelangen durch eine Streuobstfläche im Maisental zu einem Reiterstüble mit Koppeln und finden uns kurz darauf am Ausgangsort wieder.

Bildnachweis: Von Wildfeuer [GFDL] via Wikimedia Commons

Vgwort