Runde vom Uracher Wasserfall zu Höllenlöchern und Hoher Warte


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑772m  ↓772m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nicht Feuer und Eis sind auf dieser Runde die Pro- und Antagonisten, sondern Wasser und Felsen. Wir erleben die Kraft des Wassers bei den Wasserfällen südwestlich der Kurstadt Bad Urach und die Fragilität von Gestein bei Felsformationen, Schluchten und Höhlen. Luftige Höhe erreichen wir bei der Hohen Warte mit Aussichtsturm.

Start in die muntere Auf- und Abwanderung ist an der Straße Hanner Steige (K6708), die Bad Urach mit Bleichstetten und St. Johann verbindet. Die Parkmöglichkeit liegt, wenn man von Bad Urach kommt, auf der rechten Seite nach dem Wanderparkplatz Eppenzill. Von da aus zieht es uns gleich zu den Wasserfällen, denen übrigens auch einer der Grafensteige gewidmet ist (Wasserfallsteig Bad Urach).

Der Uracher Wasserfall wird vom Brühlbach inszeniert, der sich hier 37m in die Tiefe begibt und, über Kalktuffstufen und -polster rauscht, und noch weitere 50m talwärts. Am Wasserfall gibt es eine Schutzhütte und die Wasserfallhütte mit Gastronomie sowie einige Rastmöglichkeiten. Wenn wir schon jetzt eine Höhle anschauen wollten, müssten wir einen Abstecher zur Elefantenhöhle einplanen.

Wenn nicht, erwartet uns erstmal die Hölle, so heißt der weitere Wanderweg. Ziel ist die Umrundung des Runden Bergs (771m). Weiter durch abwechslungsreichen Wald traben wir auf der Fohlensteige zum Oberen Gütersteiner Wasserfall, der in kleinen Kaskaden strömt und zweigeteilt ist. Sein Wasser landet im Brühlbach. Beim Wasserfall lädt die Kapelle Güterstein zur Andacht an der Schöpfung ein, wenn man will.

Wald und Wiesen begleiten uns nebst Aussichten, am Gelben Fels und weiteren spektakulären Felsformationen vorbei. Hervorzuheben sind die Höllenlöcher. Da merkt man wieder, wie klein man ist zwischen den Gesteinsmassen. An der Höllenlochhütte haben wir rund die Hälfte der Wanderung sowie Rastmöglichkeit.

Der Galgensteig-Traufweg führt uns entlang dem Längental mit seiner offenen Landschaft. An einer Kreuzung nach dem Längental und auf einer Lichtung halten wir uns rechts, dem „Teerweg Verlorene Hütte“ folgend und mit dem Ziel Hohe Warte, die auf dem 820m hohen Berg Hohe Warte in den Himmel ragt. Der Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins gedenkt der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und wurde 1923 gebaut. Vom „nur-sonntags-offen-Turm“ schaut man ins Ermstal, in Gebiete des Albvorlandes und bei sehr schönem Wetter bis zu den Alpen.

Jetzt gehen wir in Richtung Fohlenhof, auf den bereits der Weg Fohlensteige hingewiesen hatte. Wiesen und Felder begleiten uns ins Wäldchen Hesselbruch. Nächste Abwechslung bietet das Areal um den Rutschenhof mit Ausguck Rutschenfelsen, dem Rutschenbrunnen, dem Naturfreundehaus Rohrauer Hütte und der Schutzhütte „Waschhaus des Rutschenhofs“. Was hat es mit dem Rutschen auf sich? Es gab hier eine Holzrutsche, worüber Stämme zum Flößen transportiert wurden und der Rutschenhof beheimatete die Zugtiere, die das Holz zur Rutsche schafften. Aus eigener Kraft haben wir jetzt lediglich nur noch 1km zu bewältigen, bis zu den geparkten Pferdestärken.

Bildnachweis: Von Alupus [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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