Wanderung zur Hohen Liebe: Rundtour über Affensteine und Schrammsteine


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑811m  ↓811m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen dem Kirnitzschtal nördlich und den Schrammsteinen südlich erhebt sich als ein Tafelberg die Hohe Liebe (401m). Ein aussichtsreiches Ziel unserer Wanderung in den Gefilden, wo der Malerweg in Etappen durchläuft. Populär ist es schon vom Start weg, am Lichtenhainer Wasserfall, der durch Menschenhand erzeugt, seit 1830 Touristen anlockt, mit Musikankündigung.

Die ersten 2km werden wir im Kirnitzschtal der Kirnitzsch folgen, via Rundweg 1 und Folgenweg zum kleinen Beuthenwasserfall, ein mystisch wirkender Ort, der gleich die Phantasie anregt.

Wir queren die Kirnitzsch und nehmen den Flößerweg. Die Kirnitzsch wurde seinerzeit zum Holzflößen ausgebaut. In einer Aue kommen wir am Flößerquell vorbei in den Nassen Grund. Von dort aus heißt es dann über eine Strecke von rund 1,5km 220 Höhenmeter aufsteigen. Das tun wir über den Butterweg, wo wir in den Oberer Liebenweg einbiegen zur Hohen Liebe.

Auf dem Tafelberg Hohe Liebe, der mit seiner Kegelform eher untypisch für das Elbsandsteingebirge ist, ist ein Bergsteigerehrenmal, das an die im Ersten Weltkrieg Gefallenen und an verunglückte Bergsteiger erinnert. Wir haben vom Gipfel aus eine fantastische Sicht auf den Alten und Neuen Wildenstein, den Hausberg und zu den Affensteinen mit dem markanten Bloßstock sowie zum Großen Dom und dem Großen Winterberg.

Während wir über den Oberer Liebenweg wieder an Höhe einbüßen, kommen wir an der Kleinen Liebe (344m) vorbei. Dann biegen wir zum Liebentor ab. Das Liebentor lässt uns zwischen zwei Felsformationen hindurch, die östliche ist die Teufelsmauer. Wir schlagen den Bauweg ein, gehen weiter abwärts und nehmen dann den Elbleitenweg mit Ziel Schrammsteine und sind wieder aufwärts unterwegs.

Die Schrammsteine sind eine langgestreckte und zerklüftete Felsgruppe, was bei dem Namen kaum verwundert. Das Gebiet der Schrammsteine ist ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Kletterer.

Wir folgen ein Stück dem Weg Vorderwinkel an den Felsen vorbei. Weitere beeindruckende Steinzeugen der Erdgeschichte sind der Sonnenwendkegel, der Müllerstein (381m) und ein Saurier ist auch dabei. Wenn wir zum Mittelwinkel gewandert sind, biegen wir nach links in ihn ein. Etwas über 50m werden wir an Höhe lassen und sind nur ein kleines Stück dieses abwechslungsreichen Wegs mit Stufen und Stiegen gegangen.

Der Zeughausweg bringt uns zu einer Wildwiese mit einer Nationalpark-Feuerstelle und einem Nationalpark-Gedenkstein. Etwa 7,4km sind wir gewandert und kommen zum Günthers Börnel sowie den Nassen Grund. Jordanweg und Zeughausweg nehmend, kommen wir ins Gebiet der Affensteine und auf den Unterer Affensteinweg.

Rechterhand blicken wir in die stark zerklüfteten Felsen. Ein ganz markanter und die Affensteine nördlich begrenzender ist der Bloßstock, der von seinen Felsfreunden dahinter, wie ein abbrechendes Stück Dreiecksschokolade wirkt. Weiter wandern wir auf und ab, jetzt auf dem Königsweg. Auf dem Hinterer Heideweg geht es dann vornehmlich talwärts. Über die Zeughausstraße und den Dietrichsgrund nähern wir uns der Kirnitzsch, deren Tal wir via Räumichtweg und Seibtweg durchwandern.

Wir sehen gegenüber schon die Lichtenhainer Wasserfälle, erweitern unsere Runde noch mit einem Ausflug an den Münzborn, der der Kirnitzsch zufließt. Wir kommen über den Flößersteig zum Wasserfall zurück.

Bildnachweis: Von Steffen 962 [CC0] via Wikimedia Commons

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