Wanderung zum Teufelstisch und in den Wallfahrtsort Sankt Hermann (Bischofsmais)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑315m  ↓315m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Kurort Bischofsmais liegt mitten im Bayerischen Wald, rund 9km entfernt von der Kreisstadt Regen und wir sind hier von Natur umgeben, Wiesen und rundherum Gipfel. Der Geißkopf (1.097m) westlich ist der Hausberg von Bischofsmais. Eines unserer Ziele ist der sagenumwobene Teufelstisch (901m).

Wir werden eine Höhendifferenz von rund 220m haben, starten im Tal beim Rathaus Bischofsmais und machen einen Spaziergang durch den Kurpark mit einem kleinen Teich. Nach etwa 1,5km durch abwechslungsreiche Landschaft, geht es bergan und über das Sträßchen Lina-Müller-Weg durch den kleinen Ortsteil Teufelstisch.

Danach umschließt uns wieder Wald, der dem Vorderen Bayerischen Wald zugeordnet wird. Die Waldgesellschaften bestehen oft aus Fichten, Aufichtenwald, Bergmischwald und in den Hochlagen findet sich Bergfichtenwald. Der Fichtenanteil in Bayern gesamt liegt bei rund 44% der gesamten Waldfläche, da die schnell wachsende Fichte ein wichtiger Holzlieferant ist.

Wir gehen erst nochmal ein Stück abwärts, waldbegleitet, und ab circa 3km gesamt, geht es die nächsten gut 2,5km auf einem der Wanderwege zum Teufelstisch hinauf. Der Gipfelgrat des Teufelstischs ist als Geotop eingestuft, auch ein ehemaliger Steinbruch in der Nähe. Beim Teufelstisch hat einer hoch gestapelt. Wir staunen nicht nur über den Felsen, sondern genießen die Aussichten. Aber nicht wie „Hans guck in die Luft“, denn bisweilen ist Trittsicherheit belangreich.

Wir kommen hinunter auf den Lina-Müller-Weg, an Wastlsäge vorbei und machen noch einen Waldschlenker bis nach Sankt Hermann. In dem Ortsteil stehen gleich drei fromme Bauten an einem Platz: Die Brunnenkapelle ist rund und aus dem Jahr 1611 mit Kuppeldach sowie Laterne, die Einsiedeleikapelle ist ein kleiner Walmdachbau (1690) mit Dachreiter.

Alles wird überragt durch die katholische Wallfahrtskirche St. Bartholomäus, einer satteldachgedeckten Saalkirche, weiß verputzt (1656-77), mit Spitzhelm auf dem Dachreiter. Um 1322 zog es einen Laienbruder namens Hermann aus dem Kloster Niederaltaich hierher. Er hatte die Gabe, in die Zukunft sehen zu können, und wurde stark frequentiert. In der Hermannszelle finden sich einige Dankes-Geschenke an den Bruder.

Via Sankt-Hermann-Weg kommen wir nach Bischofsmais zurück. Der dortige Kirchplatz wird von der Pfarrkirche St. Jakobus beschirmt, die 1840 neu errichtet wurde, unter Einbeziehung von Mauern aus dem Jahr 1730. Nur noch ein Katzensprung und wir sind wieder beim Rathaus.

Bildnachweis: Von Dr. Hagen Graebner [GNU] via Wikimedia Commons

Vgwort