Wanderung im Oberen Luttertal (bei Weyhausen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑157m  ↓157m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Weyhausen und Dalle sind Orte der Einheitsgemeinde Eschede und liegen im Naturpark Südheide, der sich auf 480 Quadratkilometern in der Lüneburger Heide ausdehnt und im Nordosten des Landkreises Celle beginnt. Im Escheder Bahnhof, südwestlich unserer Runde, gibt es übrigens ein Naturpark Informationszentrum.

Wir informieren uns Auge in Auge mit dem Naturraum zwischen Weyhausen, Dalle und Luttertal, das zu einem großen Naturschutzgebiet ausgerufen wurde. Weyhausen liegt an der B191 (Breitenheeser Straße) und ehe man es sich versieht ist man schon durch. In der kleinen Siedlung quert die Unterlüßer Straße (L280), in die biegen wir gen Norden ein und kommen zum Wanderparkplatz. Gegen den Uhrzeigersinn wandern wir kurz etwas abwärts, queren die Lutter und erreichen im ausgedehnten Forst nach ca. 3km sogar 126m Höhe.

Nach 6,3km sind wir in Dalle auf ca. 80m. Das beschauliche Örtchen wurde 1332 erstmals genannt. Dalle ist einer der 7 Ortsteile von Eschede und zuletzt zählte man dessen Einwohner im Jahr 2000. Da waren es noch 121. Hier scheinen die Uhren anders zu ticken und wer dem länger lauschen mag, bucht ein Zimmer im Naturhotel Traumzeithof, im Alten Forsthaus von 1813 eingerichtet. Man kann sogar sein Pferd mitbringen. Eine weitere Einrichtung ist die Werk- und Lebensgemeinschaft Dalle, mit Wohnheim und Werkstatt für Menschen mit Betreuungsbedarf.

Auf dem weiteren Wanderweg durch die Landschaft mit Forst, Heide und Ackerflächen kann es sein, dass einem historisch anmutende Pferdekutschen begegnen, die Gäste „hoch auf dem gelben Wagen“ zu den Heidschnucken bringen.

Wir queren die B191 und kommen an die Lutter und durch deren malerisches Tal. Das Naturschutzgebiet Lutter wurde um den Heidebach Lutter und weitere Nebenbäche verzweigt angelegt. In der Vergangenheit wurde kräftig und sachkundig renaturiert. So konnte der Bestand von Flusspermuscheln ausgebaut werden. Fischotter fühlen sich hier wohl und seltene Libellenarten. Es gibt Stellen mit Laubfroschfamilien und Abenteuer für selbige, weil sie auf dem Speisezettel von Schwarzstorch und Kranich stehen. Durch den Wald kommen wir quasi unbehelligt und fast wie neu in Weyhausen wieder an, irgendwie einmal durch die Zeit gefallen.

Bildnachweis: Von Hajotthu [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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