Durch den Urwald im Lüß: Rundwanderung am Lüßberg (Südheide)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑106m  ↓106m
Naturpark Südheide W8 Wanderweg Beschilderung Markierung

Im Naturpark Südheide kommen wir heute mal ganz hoch hinaus, auf den 130m messenden Lüßberg. An dessen westlichem Fuß liegt der Ort Unterlüß. Durch den Urwald im Lüß führen verschieden lange Touren, die einem Baumgruppenpiktogramm und lila Kreis folgen. Wir folgen unserem vertrauten System, durch den erlebnisreichen Wald, durch den ein Teil zum Erlebnispfad gerüstet wurde. Der Wald wird teils fortwirtschaftlich genutzt, hat aber auch Parzellen, die zum Urwald werden dürfen und in Ruhe gelassen werden sollen.

Die Wandertour, an der wir zehn Infotafeln zur Waldthematik passieren werden, beginnt beim Parkplatz Lüßwald am Holzernteplatz, an der L280, die Unterlüß mit Weyhausen verbindet. Von der Holzernte gelangen wir zu einem Arbeitsdienstdenkmal an der L280.

Kurz drauf erfahren wir etwas zu röhrenden Hirschen und kommen auf den Lüßberg, wo wir auf einer Bank ein Päuschen einlegen und an einen Orkan von 1972 erinnert werden, falls wir da schon Erinnerung hatten.

Wenn wir vermehrt unter Buchen wandeln, sind wir im Teil des Naturwaldreservats. Genaugenommen haben wir hierzulande keine Urwälder mehr, weil das ein Wald sein müsste, auf den noch kein Mensch Einfluss genommen hat. Im Eichenmischwald können gute Beobachter vielleicht einen Hirschkäfer sehen.

Das nächste Ereignis durch den Wald am Erlebnispfad ist der Märchenwald. Kein Märchen ist wohl der Forschungsstandort, der sich um den Wald der Zukunft nebst Holzertrag und Klimawandel Gedanken macht. Nach ca. 6,6km kommen wir unter einer mit Heide bewachsenen Stromtrasse durch.

Wir schlagen einen kleinen Haken, kommen an einer Lichtung vorbei und zum Forstamt Lüß, wo die L280 gequert wird. Es bleibt waldig, auch an Teichen vorbei, wenn wir gen Südwesten und Süden unterwegs sind und die Bahn Hannover-Hamburg durch die Hecke saust. Durch das Waldgebiet Rungeloh gelangen wir in ein Tälchen mit der Tielemanns-Eiche. Wenn wir rund 11,8km unter dem Profil haben, queren wir die bekannte Schneise mit Heide und treffen auf eine Schutzhütte. Ab nun geht’s gen Norden zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Lars Kröger [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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