Wandern an der Rappbodetalsperre: Hasselvorsperre und Trageburg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑352m  ↓352m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Action, die nicht an unserem Weg liegt, aber getestet werden sollte, gleich vorweggenommen: Dort wo die Rappbodetalsperre per Staumauer von der Talsperre Wendefurth getrennt wird und die Rappbode über diesen Weg in die Bode mündet, gibt es seit 2017 eine der längsten Hängeseilbrücken der Welt. Daran kann man auch frei hängen, nämlich wenn man springt – an einem Bungee-Seil fixiert. Zusätzlich vermittelt eine Doppel-Seilrutsche das Gefühl vom Fliegen.

Das überlegen wir uns alles noch, während wir auf dieser Runde die beiden „Vorspiele“ erkunden, die Hasselvorsperre östlich und das Vorbecken der Rappbodetalsperre westlich. Wir werden nördlich von Trautenstein und Hasselfelde unterwegs und die Runde wird sehr abwechslungsreich sein, mit Höhenunterschieden und WWW: Wasser, Wald und Wiesen. Am Parkplatz Hasselvorsperre steigen wir ein. Der liegt nordwestlich des Ortskerns von Hasselfelde, einem Luftkurort auf einem Hochplateau im Naturpark Harz.

Hier fließt die Hassel und wir gehen entlang Waldrand und Wiese zur langgestreckten Hasselvorsperre. 1959 wurde die Stauanlage nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht. Sie besteht aus Talsperre, Wasserwerk und Stausee, hat einen Gesamtstauraum von 1,47 Mio. m³ und wer einmal drumherum wandern mag, hat 5,6km zu tun. An der Hasselvorsperre kann man sich einen Stempel für die Harzer Wandernadel ergattern.

Wir überqueren die Staumauer und gehen aufwärts über den Rabenstein (510m) hinunter zum Vorbecken der Rappbodetalsperre. Die ist ein Teil des größten Sees im Harz, der Rappbode-Talsperre, zu der dann auch die Hasselvorsperre zählt sowie die Talsperre Wendefurth nebst Pumpspeicherbecken. Alle stehen sie in Verbindung.

Wir sind jetzt am Südwestzipfel des künstlichen Gewässers. Die Rappbodevorsperre wurde 1961 fertig. Ihr Ostufer ist von einigen Felsklippen geziert. An ihrem Westufer kommen wir am Standort der Trageburg (Stempelstelle Harzer Wandernadel) vorbei, von der allerdings nicht viel bekannt ist und ebenso wenig vorhanden, außer einem Burgkegel, Mauerresten und Bodenspuren.

Westlich erwandern wir das Rappbodevorbecken mit dem Allerbach und kommen in den Norden von Trautenstein, wo wir die Rappbode überqueren. Wiesen, Wald und Waldrand geleiten uns bis auf 522m hinauf, wo wir nach 11km etwa ankommen. 3km abwechslungsreiche Harznatur bringen uns talwärts zum Start zurück. Das 100m hohe und 483m lange Fußgängerhängeseil-Erlebnis werden wir am besten ansteuern, wenn die Luft klar und frei von Nebelschwaden ist.

Bildnachweis: Von Angela Huster [CC0] via Wikimedia Commons

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