Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg (Radevormwald)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑535m  ↓535m
Der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg ist mit den Buchstaben Ra markiert

Eine schöne Tagestour im Bergischen Land hat der Sauerländische Gebirgsverein 2007 rund um Radevormwald ausgeschildert. Mit der Wegekennung Ra (weiß auf schwarzem Grund) geht es 20km durch die Gemarkung von Radevormwald, einer der ältesten Städte im Bergischen Land. Der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg verdankt seinen Namen einer einfachen Tatsache: die Tour führt durch schöne Waldpassagen, vorbei an industriegeschichtlich bedeutsamen Fabriken der Textilindustrie und zur Wuppertalsperre. Eine gelungene Mischung, zu der wir gleich aufbrechen wollen.

Der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg startet am Rathaus in Radevormwald in der Hohenfuhrstraße, wo ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Direkt gegenüber liegt das Heimatmuseum Radevormwald, das die Stadtgeschichte lebendig werden lässt – allerdings nur sonntags, dafür aber ohne Eintrittspreis.

Vorbei am schmucken Marktplatz mit der 1804 als barocker Saalkirche erbauten Reformierten Kirche mit dem repräsentativen Zwiebelturm geht es zum Busbahnhof (alternativer Startpunkt für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollen) und dann in südwestliche Richtung raus aus der Stadt.

Dem kleinen Wiebach folgt der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg bis zur Wiebach-Vorsperre, führt dann über den Weiler Berg zur Wuppertalsperre und begleitet den östlichen Arm aufwärts bis nach Niedernfeld – mit einigen schönen Aussichtspunkten entlang des Wegs.

Am Damm der Wuppertalsperre wechselt der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg die Flussseite und begleitet die Wupper jetzt linkerhand nach Wilhelmstal. Dann erreicht man die Stauanlage Dahlhausen, die ein Wasserkraftwerk antreibt.

In Dahlhausen passiert der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg den Museumsbahnhof Dahlhausen. Den eigenen Eisenbahnschluss verdankte Dahlhausen u.a. der Textilfabrik Hardt & Pocorny, die zu Glanzzeiten tausend Mitarbeiter beschäftigte, bis 1974 das Aus kam. Heute wird das Firmengelände als Gewerbepark genutzt.

Der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg folgt weiter Wupper, die oberhalb von Dahlhausen eine markante Schleife schlägt, und erreicht das Wülfing-Museum in Dahlerau. Das Wülfing-Museum befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Tuchfabrik Johann Wülfing & Sohn, die 1674 in Lennep gegründet wurde und im 19. Jahrhundert an die Wupper übersiedelte. Im Wülfing-Museum sind noch voll funktionsfähige Webstühle erhalten, die von der großen Zeit der Tuchmacher an der Wupper berichten. Und es gibt die größte Dampfmaschine des Bergischen Landes zu sehen – allerdings auch hier: nur sonntags.

Nachdem das Wupperufer wieder gewechselt wurde, führt der Wald-Wolle-Wasser-Wanderweg durch eine schöne Waldpassage bis ins Uelfetal. Die Uelfe ist ein 8km langer Zufluss der Wupper. An der Uelfe wurde 1927 ein Naturfreibad eingerichtet, das aber schon seit langem stillgelegt ist. Dennoch ist das Uelfebad bis heute ein beliebtes Ziel für Wanderer und Angler.

Das letzte Wegstück führt uns schließlich wieder zurück in die City von Radevormwald. Über die Hermannstraße, Friedrichstraße und Am Mühlenkämpchen geht es in die Bredderstraße und dann in die Telegrafenstraße, vorbei am historischen Gartenhaus, das 1772 im Rokokostil erbaut wurde und das ältestes noch erhaltene Gebäude in Radevormwald ist. Wenig später sind wir wieder am Ausgangspunkt, dem Rathaus, angekommen.

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