Von Sebnitz zur Aussicht auf dem Ungerberg (Sächsische Schweiz)


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Länge: 14.83km
Gehzeit: 04:01h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Sebnitz in der hinteren Sächsischen Schweiz ist die Seidenblumenstadt in Deutschland und hält einen Weltrekord mit einer 3,7m hohen Seidenrose. Das und noch mehr Sebnitz entdecken wir zum Schluss der Runde, die uns durch das nordwestliche Umland der Grenzstadt zum Ungerberg (537m) hinaufbringt.

Wir starten am Bahnhof Sebnitz, der seit Eröffnung der Strecke Bautzen-Bad Schandau 1877 besteht. Am Güterbahnhof, Burggäßchen und Gartenstraße bringen uns in die Natur zum Hasenberg (401m). Wir wandern zwischen Wald und Wiesen, queren über den Naßweg ein Gleis und die Sebnitzer Straße. Dann schlagen wir sogar einen Haken über die Grenze, während wir uns dem Gerstenberg (532m) nähern und zwar auf der Salzstraße. Bei Rugiswalde steht die 4,9m hohe Salzsäule aus Granit, genauer: eine Station der Königlich Sächsischen Triangulierung aus dem Jahr 1865.

Es geht ein Stück bergab, wo wir nochmal die Sebnitzer Straße passieren und im Anschluss aufsteigen. Wald, Wiesen und Feldflur sind die weiteren Begleiter zum Ungerberg (Neustadt in Sachsen). Hier oben ist der Ungerturm und eine Gaststätte. Der Ungerturm namens Prinz Georg ist der zweite Turm an der Stelle. Der erste war aus Holz, dieser ist aus Stein 1885 entstanden und im Zuge einer Renovierung 1973 von 18m auf 33m erhöht worden. Turm und Areal mit Baude waren zeitweilig abgesperrt.

Wir erreichen hier unseren mit 542m gemessenen höchsten Punkt und machen uns nach aussichtsreicher Rast wieder auf den Weg: talwärts. Innerhalb von etwa 1,7km lassen wir rund 235 Höhenmeter hinter uns. Dabei kommen wir durch das langgezogene Schönbach, folgen dem Schönbach durch abwechslungsreiche Landschaft und via Goldgruben nach Hainersdorf an der Sebnitz. Der Fluss Sebnitz (30,8km) kommt aus Brtníky (Tschechien), fließt mit der Polenz zum Lachsbach zusammen. Auf unserer Wanderung treffen wir auf Gleis und Kleingärten, in Sebnitz auf den Busbahnhof. Der Wiesenweg leitet über die Sebnitz und in die Hertigswalder Straße mit den schmucken Gründerzeithäusern mit Jugendstil.

In der Hertigswalder Straße finden wir das Deutsche Kunstblumenmuseum und Heimatmuseum mit der größten Kunstblume der Welt. Sie wurde von den Mitarbeitenden der Schaumanufaktur Deutsche Kunstblume Sebnitz hergestellt. Seit 1834 ist das Handwerk in Sebnitz Tradition und hat Sebnitz um 1900 zum Zentrum deutscher Kunstblumenherstellung gemacht. Nachdem 1871 die Kunstblumen aus Frankreich passé waren, haben die Herren und Damen ihren Zierrat für Hut und Knopfloch aus dem eigenen Land verwendet. In der Schaumanufaktur im Neustädter Weg kann man dabei zusehen, wie eine Seidenblume erblüht und darf selbst „blümeln“.

Wir kommen durch die Kirchstraße mit der evangelischen Kirche Peter und Paul, mit einem Chor aus dem 15. Jahrhundert. Am Rathaus vorbei gehen wir zum Markt. Der Marktplatz wurde im spätklassizistischen Stil wiederhergestellt, ein Marktbrunnen findet sich und eine Nachbildung einer Kursächsischen Postdistanzsäule. Unsere Distanz zum Bahnhof beträgt nur noch einen knappen Kilometer.

Bildnachweis: Von Zonk43 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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ivw