Sebnitz Runde zum Wolfsstein (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑339m  ↓339m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Seidenblumenstadt Sebnitz in der hinteren Sächsischen Schweiz in der Nationalparkregion Sächsische und Böhmische Schweiz, grenzt an Tschechien und liegt geologisch am nördlichen Übergang vom Elbsandsteingebirge zum Lausitzer Bergland.

Durch den Stadtkern schlängelt sich idyllisch die Sebnitz, östlich liegt das Naturschutzgebiet Heilige Hallen, wir wandern zum Wolfsstein (391m) nahe der Grenze, aussichtsreich wir es auch vom Kaiserberg (494m) und Buchberg (459m). In Sebnitz fand übrigens 2016 der 116. Deutsche Wandertag statt.

Wir starten am Bahnhof Sebnitz. Er besteht sei der Eröffnung der Strecke Bautzen-Bad Schandau 1877. Hier ist auch ein Oldtimer-Museum. Von der Bahnhofstraße biegen wir in die Kreuzstraße ein und kommen an den Buddhistischen Tempel „Wat Mahatatu“ vorbei. Dahinter ist die katholische Kirche Kreuzerhöhung im Stil der Neugotik.

Der Haselleitenweg bringt uns ins Grüne und über die Sebnitz. Linkerhand ist ein Kräutervitalbad. Durch die Weberstraße geht es in die Straße Oberer Rosenberg, dann gehen wir durch die Bergstraße, kommen bei den Kleingärtnern Forellenschenke vorbei und auf den Kälbersteig. Wir sind im Wald und wandern ein kleines Stück durch das Naturschutzgebiet Heilige Hallen. Es liegt am Nordhang des Hausbergs von Sebnitz, der bereits zu Tschechien gehört, der Tanečnice (zu Deutsch: Tanzplan). Er ist mit 598m einer der höchsten Berge im Böhmischen Niederland. Wenn wir an der Tannenhütte sind, haben wir das NSG schon wieder verlassen und zuvor ein Bächlein passiert.

Über die Alte Nixdorfer Straße, an einem Leichenstein vorbei, wandern wir weiter, nehmen den Bernigweg und Wolfssteinweg zum Wolfsstein mit rund 393m. Wir wandern zur Grenze, die wir nach rund 5km erreichten. Gen Südwesten wandern wir weiter. Der Finsterwinkelweg führt zur Finsterwinkelhütte. Dort nehmen wir dann den Reitsteig unter die Sohlen und zwar bergauf. Nach 7,3km und nun auf dem Klaftersteig erreichen wir mit 501m den höchsten Punkt der Runde, am südlichen Ende der Heiligen Hallen.

Wir wandern über den Kaiserberg mit einer Aussichtsmöglichkeit namens Spitzbergsicht und dem Schlepplift Buchberg. Der Ilse-Ohnesorge-Weg bringt uns zum Buchberg, wo zwei weitere Liftanlagen Skifahrer befördern. Dr.-Alfred-Meiche-Weg und Bergweg leiten uns nach Sebnitz zum Aussichtspunkt Buchberg. Wir wandern in den Kern von Sebnitz, das 1854 durch Brand geschädigt wurde.

Schmucke Geschäfts- und Wohnhäuser der Gründerzeit mit Jugendstilelementen zieren einige Straßenläufe. In der Hertigswalder Straße finden wir das Deutsche Kunstblumenmuseum und Heimatmuseum. Hier ist die mit 3,7m höchste Seidenrose der Welt. Sie wurde von den Mitarbeitenden der Schaumanufaktur Deutsche Kunstblume Sebnitz hergestellt.

Der Marktplatz wurde im spätklassizistischen Stil wiederhergestellt, flankiert von gepflegten Gründerzeithäusern, ein Marktbrunnen findet sich ebenso und eine Nachbildung einer Kursächsischen Postdistanzsäule. Wenn wir die Sebnitz queren, in die Bahnhofstraße einbiegen, kommen wir zum Bahnhof.

Bildnachweis: Von Meyres - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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