Ungerturm und Götzingerhöhe Rundwanderung (Neustadt in Sachsen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑266m  ↓266m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Dieses Städtchen, in dem einst Kunstblumen hergestellt wurde, zwischen Wald, Feldern und Wiesen will entdeckt sein, so schmuck wie es sich herausputzt, mit Parks und zahlreichen Baudenkmälern.

Die Kleinstadt Neustadt in Sachsen (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) liegt zwischen Dresden und der Grenze zu Tschechien, zwischen den Bergrücken des Hohwalds und des Ungerbergs. Im Stadtgebiet entsteht die Polenz aus mehreren Quellbächen. Auf der Runde kommen wir zum Ungerberg (537m) mit Turm, durch das Naturschutzgebiet Unger und zur Götzingerhöhe, wo ebenfalls ein Aussichtsturm auf uns wartet.

Die ersten 3km werden wir in Tallage verbringen. Start ist am Parkplatz in einem kleinen Einkaufszentrum, in dessen Nähe auch das Stadtmuseum in dem einstigen Malzhaus zu finden ist. Wir gehen zur Kirche St. Jacobi mit dem fälligen Turm. Sie wurde erstmals 1364 als Stadtkirche genannt. Im 19. Jahrhundert war sie so baufällig, dass sie im Stil der Neugotik maßgeblich erneuert wurde, unter Beibehaltung des alten Chors. 1884 wurde sie geweiht. Das Pfarrhaus mit schmuckem Fachwerk stammt aus dem Jahr 1616, die Scheune davor ist von 1806.

Rund um uns reihen sich die Baudenkmäler auf, unter uns ist gepflastert und neben uns steht das historische Rathaus am Markt, das 1696-1703 errichtet wurde, platzeinnehmend, zweigeschossig, mit hohem Walmdach, sogenannten Schleppgaupen und einem Dachreiter. Die kursächsische Postmeilensäule am Markt ist eine Teilkopie (bez. 1729). Am Markt finden sich etliche Wohnhäuser aus den 1950er Jahren, auch denkmalgeschützt.

Wir wandern durch die Bahnhofstraße, in deren Nähe die katholische St. Gertrud Kirche (1927) steht. Nach links biegen wir in die Struvestraße und kommen an den Langburkersdorfer Bach, der nördlich unserem Startparkplatz nach der Wasserzufuhr durch den Lohbach als Polenz weiterfließt. Wiesenweg und Wiesenstraße bringen uns durch die Auen und lockere Bebauung in den Stadtteil Langburkersdorf mit dem Schloss und benachbarter Kulturscheune.

Schloss Langburkersdorf, als Sachgesamtheit Rittergut Langburkersdorf geschützt, geht baulich auf das Jahr 1611 zurück, genannt wurde es bereits 1423, verrät eine Infotafel. Da wird auch verraten, dass die Liegenschaft als Altersheim genutzt wurde. Zum Ensemble gehören neben dem Haupthaus mit dem später angebauten Treppenturm, Wirtschaftsgebäude und die verbliebenen Bestände der Lindenallee und des Lindenrondells.

Zweimal kreuzen wir den Langburkersdorfer Bach. Feldrand und Wald, der Inselteich und Treibteich sind auf dem Weg hinauf. Wir nehmen den Lindenweg und kommen zum Stadtteil Rugiswalde. Abwechslungsreich geht es auf den Ungerberg (537m) mit den Türmen. Einer ist zum Senden, der andere - Ungerturm genannt - zum Gucken. 1885 wurde der steinerne Turm gebaut, 1973 auf rund 33m aufgestockt und renoviert. Die Ausflugsgaststätte wurde Mitte 2018 wiedereröffnet, bietet Leckereien und Übernachtungen. Rund 7,4km sind wir bis hierher gewandert und genießen unser kleines Bergfest.

Mit Baumbegleitung gehen wir durch das kleine Naturschutzgebiet Unger, hinab nach Neustadt in Sachsen. Wir kommen über die Götzingerhöhe, wo ein Aussichtsturm uns in Empfang nimmt. Danach schlendern wie durch den Arthur-Richter-Park, mit Wurzeln in 1882, hübsch angelegt mir Schwänen und Fontäne. Gegenüber ist die Neustadthalle, eine bauliche Kombination aus alt und neu. Bis zum Ausgangsort ist es nicht mehr weit. Wir nutzen die weitere Zeit für einen kleinen Bummel.

Bildnachweis: Von Zonk43 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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