Von Ramsau über die Stubenalm zum Watzmannhaus (Oberbayern)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑1307m  ↓1307m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das auf 1930m liegende Watzmannhaus am Falzköpfl ist eine Alpenvereinshütte und wurde jüngst renoviert. 1888 wurde das Watzmannhaus der Sektion München erbaut und mehrfach erweitert. Das Falzköpfl ist auf der Nordseite des Watzmanns, unterhalb des Hochecks (2.651m), einem der charakteristischen Watzmann-Gipfel.

Als Watzmann bezeichnet man den zentralen Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen, die Watzmann Mittelspitze ist die höchste und kommt auf 2.713m. Der Watzmann liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Wir starten am Rand des NSG beim Parkplatz Wimbachbrücke an der Ramsauer Ache, östlich von Ramsau. Die ersten knapp 7km geht’s aufi! Von 632m bis auf 1.908m. Wir werden etliche fantastische Aussichten genießen, es gibt Almen unterwegs, wir haben dennoch genügend Proviant für einen Wandertag und eine Jacke im Gepäck.

Das Watzmannhaus, eines der meist frequentierten des Alpenvereins, ist groß und sehr beliebt. Wer plant, dort zu übernachten, muss vorher online buchen. Die Wege hinauf sind ausgeschildert und gut begehbar. Kondition und Trittsicherheit braucht's trotzdem.

Wir wandern erst ein Stück durch das Wimbachtal und auch ein Stück Schapbachweg. Weiter hinauf mit Waldbegleitung, Buchen, Bergmischwald, Almwiesen. Nach 3km sind wir auf der Stubenalm mit ihren Weiden und ihrer Bewirtschaftung. Eine kleine Rast bietet sich an.

Vor der Mitterkaseralm sehen wir den Start einer Materialseilbahn zum Watzmannhaus. Weiter streben wir aufwärts, auch in kleinen Serpentinen, die Landschaft wird alpiner, immer mehr Fels wächst aus dem Boden. Beim Reitkaser auf der Falzalm haben wir 1.630m und etwa 5,7km Strecke.

Oben angekommen, ergibt sich erneut ein herrlicher Blick. Es herrscht seit Sommer 2019 wieder Betriebsamkeit, nachdem die Hütte wegen Renovierung zeitweilig geschlossen war. Vom Watzmannhaus aus starten zahlreiche Gipfeltouren zur „Familie Watzmann“. Die Gipfelgruppe ist einer Sage nach, die Versteinerung einer Familie: Mutter, Kinder und Vater, die übelste Schrecken verbreiteten und von einer Bäuerin verflucht wurden. Der Watzmann fand Eingang in die Literatur, ins Logo von Berchtesgaden, in Musicals und auf eine Leinwand von Caspar David Friedrich.

Am Watzmanngugel vorbei wandern wir über die Lichtung Gugelabfahrt, zur ehemaligen Schüttalm, durch den Wald ins Tal hinab an den Wimbach, dessen Plätschern durstig macht, wir nehmen einen Parallelweg zur Wimbachklamm und kommen über den Wimbachweg zum Parkplatz Wimbachbrücke.

Bildnachweis: Von Harry1944 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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