Von Ramsau über die Eisbodenscharte zur Schärtenspitze (Berchtesgaden)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑1419m  ↓1419m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Von rund 690m geht es hinauf über die Eisbodenscharte mit ihren 2.050 bis zur Schärtenspitze  mit 2.053m, die man etwa in der Mitte der Wanderrunde geschafft hat: Drahtseilakte gibt es inklusive. Inklusive auch: (Ur-)Wald, Wiesen, Almen, Geröll, Felswände, eventuell Schneefelder, auf jeden Fall atemberaubende Tiefblicke zum Hintersee zum Beispiel oder Ausblicke zum Hochkalter. Man sollte unbedingt trittsicher sein und Spaß an ein bisschen Kletterei haben, dann wird die Tour zu einem sehr abwechslungsreichen Hochgenuss.

Start ist im Bergsteigerdorf Ramsau auf dem Parkplatz Pfeiffenmacherbrücke. Die Wanderung durch den Nationalpark Berchtesgaden führt uns auch zur Blaueishütte sowie Schärtenalm, wo man Bewirtung vorfindet. Es geht in südliche Richtung und nach nicht mal einem Kilometer öffnet sie sich, wobei wir uns links halten. Wir gehen zunächst über eine Forststraße, wo man im Winter auch rodelt, bis zur Eckaualm. Dort, wo sich der Wald lichtet und uns Wiesen begegnen, steht bisweilen auch Jungvieh.

Aus dem Forstweg wird ein Pfad, der uns in Serpentinen durch den urigen Wald hinauf führt. Nach einer Diensthütte gelangen wir zur Hochalm und wir halten uns rechts in Richtung Eisbodenscharte. Auf die Felsen aufgetragene Punkte weisen den Aufstieg über die Felsbrocken, an Resten von Schneefeldern vorbei, entlang von Felswänden sowie über sogenannte Sandreißen. Das sind geplättete Geröllfelder, loses Gestein an Hängen, bei denen das Durchqueren mit Obacht geschehen sollte.

Ist man ohne hinzuschlagen da durch, erhebt sich die Eisbodenscharte über einem. Die erklimmt man entlang von Stahlseilen, die die Rinne sichern. Man genießt einen Tiefblick zum Hintersee, der winzig wirkt und grünblau schimmert. Die Eisbodenscharte auf 2.050m ist noch nicht unser Gipfelpunkt. Wir ziehen weiter über einen Grat, teilweise erneut mit Drahtseilen gesichert, bis zum Schärtenspitze auf 2.153m. Der Ausblick ist auch von hier gigantisch. Man sieht das Hochkaltermassiv sowie die westliche Flanke vom Watzmann und man spürt in den Waden und Pobacken, was man bis hierher getan hat.

Wenn man sich vom Blick loseisen kann, lockt die Blaueishütte mit ihren leckeren Kuchen, von denen der Ruf bereits vorausgeeilt ist. Die Blaueishütte auf 1.680m wurde 1962 erbaut und 2011/12 umgebaut. 84 Menschen können hier nächtigen, davon 40 auf Matratzenlager. Wir genießen eine Kaffeepause auf der Terrasse und rüsten uns für den weiteren Abstieg. 5km trennen uns vom Ziel.

In Serpentinen geht es hinunter zur Schärtenalm auf 1.359m und am Fuße des Steinbergs, der zum Hochkaltermassiv zählt. Die Schärtenalm ist auch bewirtschaftet. Von der Terrasse aus genießt sich ein herrlicher Blick zur Gebirgskette der Reiteralm. Durch den Wald geht es zurück zum Ausgangsort der atem(be)raubenden Bergtour – glücklich erschöpft.

Bildnachweis: Von Wo st 01 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de, Link

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