Salzalpentour Ramsauer Schattseitweg (Berchtesgaden)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑610m  ↓610m
Wegweiser der SalzAlpenTouren

Sehr viel Abwechslung und malerische Winkel mit der Kirche in Ramsau, den Gletscherquellen, dem Zauberwald, der beeindruckenden Marxenklamm, dem Hintersee, Blicken zum Hochkalter, bietet diese Runde hinauf auf dem Schattseitweg und hinunter zur Wimbachklamm sowie als Begleitung der Ramsauer Ache. Eine schöne Wanderung, auch wenn die Sonne brutzelt.

Startpunkt ist der Parkplatz an der Straße „Im Tal“ nahe der Neuhausenbrücke. Von hier aus werden wir gegen den Uhrzeigersinn erst gen Westen gehen, am Hintersee eine Runde machen und dann gen Osten durch den Wald zum Wimbach. Aber erst sind wir in Tallage, gehen gegen den Strom der Ramsauer Ache, die ab dem Hintersee so heißt. Nach der Aufnahme einiger Zuflüsse nennt sie sich ab Berchtesgaden Berchtesgadener Ache.

Wir gehen über eine Brücke über die Ramsauer Ache und nähern uns der Kirche St. Sebastian ähnlich einiger Maler, die sie mit dem Wasser nebst Brückchen im Vordergrund und dem Bergmassiv im Hintergrund auf ihre Leinwände gebannt haben. St. Sebastian stammt aus dem Jahr 1512 und ist im Stil der Spätgotik errichtet. Ihr viergeschossiger Turm wurde später so gemauert und erhielt zu Zeiten des Barock die Zwiebelhaube. Das Kirchlein gibt es sogar als Zubehör für Modelleisenbahnlandschaften.

Wir gehen stets ein wenig bergauf und kommen zu den Gletscherquellen. Sie sind Schmelzwasser des Blaueisgletschers am Hochkalter, der sich südlich von unserem Standort 2.608m ü. NN. in den Himmel reckt. Kurz drauf passieren wir die Hinterseer Straße und kommen an eine Stelle, genannt Marxenklamm, wo sich die Ramsauer Ache besonders tief ins Erdreich gefräst hat. Am Fluss steht auch die Antenbichlmühle.

Dann biegen wir in den Zauberwald ein, der mit einem Naturlehrpfad verknüpft ist, wo man sich entlang der Ramsauer Ache, leicht bergauf und über Brückchen und Stege, bis zum Hintersee unterhalten lassen und sich Gedanken machen kann.

Jetzt umrunden wir den etwa 16,4ha großen Hintersee, der früher auch Forchensee genannt wurden, das kommt von Förche und das sind Forellen. Auf der Wasseroberfläche spiegelt sich der Hohe Göll (2.522m). Nach der Seeumrundung haben wir etwa 6,4km und sind auf einer Höhenlage von 795m. Das wird sich gleich ändern, wenn wir auf dem Schattseitweg an der Hanglage vom Hochkalter durch den Wald und auf Fichtennadeln gehen.

Wir steigen in den nächsten etwa 1,5km über die 1.000er Marke, bleiben auch ein Weilchen auf der Höhe und genießen den Hinterseeblick. Wenn wir rund 11km gewandert sind, geht es hinunter zum Wimbach und der Wimbachklamm. Der Wimbach mündet in Ramsau in die Ramsauer Ache. Kurz davor halten wir uns links, durch die Straße Rotheben,  und kommen zum Start der Runde am Ufer lang zurück.

Bildnachweis: Von Mattes - Eigenes Werk, CC BY 2.0 de, Link

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