Von Osterode über den Butterberg zur Sösetalsperre und zurück


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Länge: 12.74km
Gehzeit: 03:24h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

In Osterode am Harz wandern wir mit dem Uhrzeiger über den Butterberg zur Sösetalsperre und durch das Sösetal zurück. Die Söse ist ein 38km langer Fluss mit dem Ziel zur Rhume. Ihre Quelle ist „Auf dem Acker“ im Harz. Mit der Sösetalsperre wird sie angestaut. Der Stausee dient auch der Trinkwassergewinnung, von daher darf man da nicht drin baden, es sei denn man wäre ein Fisch. Angler schätzen den Fischreichtum der Sösetalsperre.

Die Wanderung startet in Osterode Mitte beim Kurpark. Den queren wir auch gleich in Richtung Stadthalle Osterode. Es zieht uns ins Zentrum der alten Hansestadt Osterode, mit hübschen bunten Fachwerkhäusern, die sich aneinanderreihen sowie den jahrhundertealten Bürgerhäusern. Man hier einen schönen Bummel unternehmen. Der führt uns zum Marientor und in Richtung Kirche über den Kornmarkt.

Die Marktkirche St. Aegidien, deren Turm den Markt überragt, geht ins 13. Jahrhundert zurück. Der Turm kann erklommen werden und von oben hat man dann einen herrlichen Blick über Osterrode und in die Harzer Bergwelt. Hier könnte derjenige gestanden haben, dem der Slogan „Osterode, um Berge voraus“ eingefallen ist.

Das Alte Rathaus wurde vermutlich im 14. Jahrhundert errichtet. Da in Osterode 1545 ein Stadtbrand wütete, worunter auch die Kirche gelitten hatte, musste einiges wieder hergerichtet oder neu aufgebaut werden. 1552 entstand das neue alte Rathaus. Die Walfrischrippe an Ketten unter dem Erker soll(te) die Stadt vor Überflutungen durch die Söse schützen. Im Ratskeller gab es einen Ausschank und auch heute noch bietet sich hier Gastronomie.

Vor dem Alten Rathaus steht das Eseltreiberdenkmal. Da viele Orte im Harz lediglich über eher schlechte Wege verfügten, kamen die Versorger zu Fuß heran und ließen ihre Lasten durch Esel tragen, da konnte schon mal eine Karawane von 20 bepackten Grauohren durch die Straßen kleppern.

An der Söse ist das Kornmagazin als langgestreckter Bau, der heute als Rathaus dient. Ein Kornmagazin war früher das Getreidelager für die Bergarbeiter. Über das Johannistor kommen wir über die Söse und zum Friedhof. Dort ist die Alte Burg, von der sich aus dem 12. Jahrhundert lediglich ein halber Bergfried erhalten hat. Man war praktisch veranlagt und nutzte die Burg als Steinbruch.

Der Hundsche Weg führt uns über den Butterberg (300m) mit offener Landschaft. Dann empfängt uns Wald und es geht hinauf, auch des Wegs Scheerenberg. Wir sind oberhalb der Sösetalsperre.

Die Sösetalsperre mit dem Fischereilehrpfad und einem Vorwerk wurde zwischen 1928 und 1931 gebaut. Der Stausee hat eine Wasseroberfläche von 124ha. Wir queren das Staubauwerk. Der Sösekopf erhebt sich 423m südlich. Wir kommen an einem Campingplatz vorbei und folgen dem Lauf der Söse.

Am Schneiderteich treffen wir auf die Vogelstation Osterode. Die Waldvogelstation ist von April bis Oktober geöffnet und beheimatet rund fünfzig verschiedene Vogelarten heimischer Wälder: mit Eulen, Kolkraben, Sing- und Greifvögeln oder den Enten im Teich.

Die Söse ist weiterhin unsere Begleitung auf dem Rückweg. Auf der gegenüberliegenden Seite, nach einem weiteren Campingplatz, steht die Eulenburg als technisches Denkmal. Der Komplex war einst die Textilfabrik Greve und Uhl.

Wir kommen erneut an der Kirche vorbei, gehen jetzt durch die Güldenstraße und Scheffelstraße. Die Stadtbibliothek ist in einem schmucken Gebäude untergebracht, 1827 von einem Unternehmer gebaut, und von 1908-1960 durch Osterode als Luisenschule genutzt. Über das Neustädter Tor geht es nach „Mitte“ zurück. In Osterode startet übrigens der Harzer-Hexen-Stieg (100km), der über den Brocken nach Thale führt.

Bildnachweis: Von Losch [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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ivw