Von Königssee zu Funtensee und Kärlingerhaus (Berchtesgadener-Alpen)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 4 Stunden 10 Min.
Höchster Punkt: 1683 m
Tiefster Punkt: 602 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung durch die Berchtesgadener Alpen hält einige Abwechslung bereit: Seefahrt über den Königssee zum Start an der Sehenswürdigkeit von St. Bartholomä, wir gehen durch Hochtäler und über rund 36 Kehren schrauben wir uns über die Saugasse hinauf zum idyllisch gelegenen Funtensee auf über 1.600m mit dem Kärlingerhaus.

Zum Glück haben wir traumhaftes Wetter, denn wir wollen alles um und unter uns glasklar sehen und auf das innere Album brennen. Eine solche Seelage ist schon etwas Besonderes. Wir beginnen unten am Westufer des Königssees auf der Halbinsel Hirschau bei dem Wahrzeichen und Wallfahrtskapelle St. Bartholomä, auf etwa 600m, das wir per Elektroboot erreicht haben. Über knapp 2km werden wir locker einsteigen und am Ufer des Königsees entlang gehen. Wir passieren dabei den Eisgraben und eine Burgstallwand. Dann kommen wir zum Schrainbach, der sich als einer von zwei Wasserfällen in den Königssee stürzt.

Über Serpentinen erwandern wir die Klamm und kommen zur einstigen Schrainbachalm mit der Holzstube. Auf etwa 873m und nach rund 3,3km bietet sich eine Brotzeit an. Über den Schrainbach geht es dann in den Wald sowie in den Kessel der einstigen Unerlahneralm und wir haben die 1.000m-Marke erreicht. Dann beginnt die Saugasse mit ihren steil aufragenden Felswänden, an deren Ende wir 6,6km hinter uns haben und etwas unter 1.400m sind.

Bei der ehemaligen Oberlahneralm liegt ein Hochtal. Wir durchqueren das Gebiet in südöstlicher Richtung und kommen über den Bärengraben auf die kleine Saugasse. Nun geht es zum Kessel des Ofenlochs sowie über den Betstein, dann durch eine Kehre mit Namen Kratzer und über den Funtenseesattel zum Funtensee. Was für ein Bild!

Der Funtensee auf rund 1.601m Höhe liegt im Steinernen Meer und das schon seit der letzten Eiszeit. Der Funtensee hat oberirdisch keinen Abfluss. Das Wasser fließt an dessen nordöstlichen Ende unterirdisch ab, durch die sogenannte Teufelsmühle. 11 Stunden braucht es dann bis in den Königssee.

Durch geologische und physikalische Phänomene wurden am Funtensee Rekordtiefstwerte gemessen. Weihnachten 2001 wurde ein Minus von 45,9°C erreicht. So krass ist es heute an dem sonnigen Tag nicht, aber spürbar kühler am Seeufer als ein Stück weiter oben.

Etwas über dem Seespiegel ist das Kärlingerhaus, wo man übernachten kann, wenn man für die Sommermonate früh genug reserviert hat. Das Kärlingerhaus hat seine Ursprünge im Jahr 1879. Was man heute sieht stammt aus dem Baujahr 1904.

Bildnachweis: Von © Günter Seggebäing, [CC BY-SA 3.0], Link

IVW