Von Hennef zur Wahnbachtalsperre


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 12.31km
Gehzeit: 03:10h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Hennef im Rhein-Sieg-Kreis ist unser Ausgangsort zur sich nördlich davon lang ausstreckenden Wahnbachtalsperre im gleichen Kreis. Sie wird zum Teil auch dem Bergischen Land zugeordnet und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Hennef wird auch als „Stadt der 100 Dörfer“ bezeichnet. Denn die Stadt setzt sich aus fast 100 Orten zusammen und die setzen sich nochmals aus zig Ortsteilen zusammen.

Los geht’s am Bahnhof von Hennef. Das Städtchen war sogar mal Kneipp-Kurort – bis 1984. Wir schlendern zum Adenauerplatz und Marktplatz, treffen auf die Frankfurter Straße, halten uns links und queren sie mit Blick auf das historische Rathaus, das 1912 eröffnet wurde. Wir biegen links davon in die Dickstraße. Dem GPS folgend kommen wir ans Siegufer. Die Sieg schreibt hier ein U in die Landschaft und in dem U ist der Allner See, zu dem wir später kommen werden.

Nun wandern wir die Siegallee unter der A560 durch, am Klärwerk vorbei, durch die Auwiesen, über die „wilde Tochter des Rheins“ nach Weingartsgasse und nach Seligenthal, einem Stadtteil von Siegburg. Der Wahnbach fließt nahebei in die Sieg und wir treffen auf ihn. Der aufgerundet 30km lange Wahnbach (mit Quellbach Miebach) ist der Hauptsponsor der Wahnbachtalsperre. Bei Seligenthal kommen wir um eine Koppel, über den Wahnbach, zu einem Spielplatz und zur Rochuskapelle (1709) sowie zur Klosterkirche St. Antonius mit Klosterhof.

Hier sind die Eremitinnen Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. Die Karmelitinnen haben 2019 in dem einstigen Franziskanerkloster ihren Orden gegründet. Sie folgen einer kontemplativen Lebensart mit Gebet, Schweigen und Lebensunterhalt verdienen. Das Franziskanerkloster wurde bereits 1231 gegründet. Die Antoniuskirche wurde 1255 geweiht. 1647 brannten etliche Teile des Klosters nieder. Die Kirche war weniger betroffen.

Wir kommen am Friedhof vorbei und sind bald an der Staumauer der Wahnbachtalsperre, die 1958 in Betrieb ging. Sie ist eine Trinkwassertalsperre und dient auch dem Hochwasserschutz. Zudem kann sie Wasser zum Ausgleich bei Niedrigwasser der Sieg liefern. Wir wandern ansteigend den Talsperrenweg nach Happerschoß, einem der „100 Orte“. Wir haben hier den höchsten Punkt der Runde. Im Dorf steht die 1807 geweihte Kirche St. Remigius.

Durch die Kulturnatur mit Feldflur und Wald wandern wir abwärts nach Allner im „U“, zwischen dem Mühlenberg oberhalb und dem Allner See unterhalb. Wir kommen zur Kirche St. Josef aus dem Jahr 1957. Etwas östlich, außerhalb des Ortskerns, gibt es noch das Schloss Allner hinter hohen Mauern, was aber nur für die Bewohner der dort gebauten Eigentumswohnungen zugänglich ist. Als Wasserburg wird es erstmals 1421 erwähnt.

Wir nähern uns der Sieg, kommen unter der Autobahn durch und rechts ist der Allner See (kein Badesee!). Zu dessen Liegewiese kann man nach rechts einen Abstecher machen. Der See entstand durch den Abbau von Sand und Kies für den Bau der A560. Nun kommen wir über eine weitere Siegbrücke nach Hennef zurück.

Bildnachweis: Von Máel Milscothach [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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