Von der Wallfahrtskirche Marienberg zum Kloster Raitenhaslach (Burghausen)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑163m  ↓163m
Kein Wegzeichen hinterlegt

An der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet, liegt die einstige Herzogstadt Burghausen. Auf unserer fast schon ein bisschen spirituellen Spazierrunde wandern wir zur Wallfahrtskirche Marienberg und zum Kloster Raitenhaslach.

Rund um diese Sehenswürdigkeiten treffen wir auf weitere Baudenkmäler. Wir werden es lediglich mit um die 110m Höhendifferenz zu tun bekommen und zwischen den Stätten des Glaubens abwechslungsreiche Landschaft genießen, mit Wald in der Höhenlage und Flussaue entlang der Salzach.

Wir starten auf dem Parkplatz in Marienberg, einem Weiler auf einem Hochplateau über dem Salzachtal. Die zweitürmige Wallfahrtskirche St. Maria Himmelfahrt, gebaut 1760-64, gilt als eine der schönsten Rokokokirchen in Bayern. Sie wurde ursprünglich als Pfarrkirche vom Kloster Raitenhaslach aus der Taufe gehoben. Ein Thema der Gestaltung des Wallfahrtsortes ist der Rosenkranz. Es gehen einem die Augen über bei dieser Farben- und Formenpracht.

Von der Anhöhe gehen wir zur Bundesstraße B 20 hinunter und durch den Wald wieder aufwärts in Richtung Kloster Raitenhaslach. Dabei kommen wir auch an Waldrand und Feldern vorbei, an Oberhardermark, nochmals zur B 20, die wir überqueren, es geht in den Bereich von Neuhaus und dann in die Klosterstraße.

1143 wurde das Kloster Raitenhaslach als Abtei der Zisterzienser gegründet. Zur Klosteranlage gehören einige denkmalgeschützte Gebäude, die fast alle unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken. Beeindruckend ist auch das, was man nicht sieht, denn die heutige Anlage umfasst nur noch rund die Hälfte der damaligen. Im weit ausgedehnten, dreistöckigen Prälatenstock (1762) ist ein Akademiezentrum der Technischen Universität München (TUM). Etwa auch aus dieser Zeit stammt das Abteistöckl mit abgewalmten Dächern.

Auf romanischen Ursprüngen ruht die Klosterkirche Raitenhaslach (1146-1148). Ausbauten folgten im 13. Jahrhundert, eine Barockisierung im 17. und 18. Die Westfassade hat Monumentalcharakter. Um die Vielfalt des reichhaltig ausgeschmückten Inneren mit den üppigen Altären und Seitenaltären zu beschreiben, bräuchte es einige Jahre und mehrere Buchbände.

Über den Klostersteig geht es dann hinunter an die Salzach. Wir haben 3,2km Strecke und über 860 Jahre Architektur- und Kulturgeschichte genossen. 2km gehen wir nah am Fluss entlang. Ab Tiefenau geht es bergan nach Kupferhammer. Kurz drauf überqueren wir die B 20 und kommen zur Wallfahrtskirche Marienberg zurück.

Bildnachweis: Von Michael Burgholzer [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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