Von der Marienteichbaude zum Radauwasserfall (Rundtour)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑565m  ↓565m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wasser, Wald und Stein, Naturverletzung und Naturschutz, mit Steinbrüchen und Nationalpark: diese Runde mit Radau bietet einiges. Die 21km lange Radau fließt bei Vienenburg, nördlich unserer Wanderung, der Oker zu, hat ihre Quelle bei Torfhaus, südlich der Runde, die von der B4 (Nordhäuser Straße) durchfahren wird. Unterwegs treffen wir auch den Radauwasserfall.

An der B4, zwischen der Marienteichbaude und dem Marienteich ist unser Start und Ziel. Vom Parkplatz an der Straße gehen wir zur Marienteichbaude mit Harz-Hofladen und kleinem Wildgehege. Man kann hier das füttern, was man vielleicht später gerne futtern würde, ausgenommen natürlich die Wildkatzen!

Nach einem ersten Stück über einen Waldweg, stoßen wir auf ein Sträßchen zum Diabas-Steinbruch Huneberg, das wir an dessen Ostseite umrunden und so zur Schutzhütte Brockenblick kommen. Kurz drauf haben wir den höchsten Punkt der Runde und sind auf dem Weg an den Bleicheborn, wo die Bleiche entspringt.

Wir wandern ein Stück Oberer Bleicheweg, kreuzen die Bleiche, wandern den Stallhöfer Weg, lernen dann den Ahornweg auch noch kennen und gelangen zum nächsten Wasser per Riefenbachweg an den Riefenbach und sind am Gabbro-Steinbruch. Was Jahrmillionen unter der Erdkruste war, wird herausgezerrt, um Schotter und Splitt für den Straßenbau zu gewinnen.

Südlich des Steinbruchs kreuzen wir die B4, kommen zur Waldgaststätte am Radauwasserfall, rund 10,8km haben wir hinter uns und eine Einkehr bietet sich an.  Der Radauwasserfall wurde 1859 künstlich angelegt. Rund 23m stürzt das Wasser von einer Felswand hinunter. Grund für die Anlage des Radaufalls, wie er auch genannt wird, war schon damals, Reisenden ein Ausflugsziel zu bieten. Wir folgen seinem Hanggraben und wandern in Serpentinen aufwärts.

Wir genießen Aussichten und kommen erneut an die Radau, der wir erst mit einem Sträßchen zur Bushaltestelle Taternbruch folgen. Es geht durch den Wald mit mehrfachen Radau-Querungen und schließlich folgen wir dem Bachlauf Baste, wo auch die Nationalparkgrenze Harz verläuft. Der Bastebornplatz lädt an der Basteborn-Quelle zu einer kleinen Rast. Via Luchsweg geht es nun zum Marienteich am Rande des Nationalparks im Oberharz.

Der Marienteich ist ein künstlich angelegtes Gewässer, das etwa 120m breit und lang ist. Im Marienbruch entspringt der den Stausee speisende Marienbach. Wir genießen den Blick über das Gewässer vom Rastplatz nördlich des Teichs. Die vielen Fische drin haben es gut, denn sie dürfen nicht geangelt werden: Hier bin ich Fisch, hier darf ich’s sein – und wir sind am Ziel.

Bildnachweis: Von Kassandro [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort