Von Burg Hohenstein in den Märzenbecherwald und zum Wachtfels


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑402m  ↓402m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der mittelfränkischen Gemeinde Kirchensittenbach in der Hersbrucker Alb liegt Hohenstein. Hier gibt’s einen Skilift, ein für Windbeutel bekanntes Café und die Burg Hohenstein.

Unsere Runde bringt uns durch den bezaubernden Märzenbecherwald und gen Süden entlang des Sittenbachs, durch Dietershofen, zum Wachtfels mit dem Kirchenloch. An Stöppach vorbei geht es über 4km durch Naturpur zurück. Start und Ziel ist bei den Skiliften und wir gehen zur Burg Hohenstein, die aus dem 11. Jahrhundert stammt.

Burg Hohenstein ist eine Halbruine und das dank des Einsatzes des Verschönerungsvereins, der die zerfallene Burg 1983 gekauft hat und sie seitdem vor dem weiteren Verfall schützt. Jüngeren Datums ist der Glockenturm auf dem Bergfried. Bei einer Burgbesichtigung kann man die Kapelle sehen, Reste vom Palas und einen weiten Blick in die Umgebung gibt es obendrauf.

Durch Feld und Wald gehen wir nach Algersdorf hinunter. Dort fällt uns eine Fachwerkbauweise ins Auge. Oft sieht man ja den „Wilden Mann“, der aussieht wie ein Strichmännchen, dass die Arme emporreckt. Einige schräge Balken sind hier gedoppelt.

Besonders interessant im Frühjahr, südlich von Algersdorf, ist das Naturdenkmal Märzenbecherwald. Es tummelt sich der Märzenbecher in dichter Pracht und bildet weiße Teppiche, die man tunlichst nicht plattwandern sollte. Der auch heilkundlich genutzte Märzenbecher (Leucojum vernum) ist giftig, da er Alkaloide bildet. In der Zwiebel ist davon mehr und wenn man die essen würde, könnten Herzrhythmusstörungen einsetzen.

Wir kommen an den Sittenbach, der aufgerundet 11km misst, bei Steinensittenbach seine Quelle hat und in Altensittenbach in die Pegnitz mündet. Mit den Bachlauf gehen wir nach Dietershofen, malerisch zwischen Feldern und Wiesen in einer kleinen Mulde gelegen.

Nächstes Ziel ist der Wachtfels, wo wir auf rund 525m kommen. Wenn die Vegetation nicht zu sehr gewuchert ist, hat man einen schönen Blick auf Kirchensittenbach. Im Fels ist das Kirchenloch, das man mit Stämmen abgedeckt hat, damit niemand hineinplumpst. Es geht natürlich die Sage, dass das Kirchenloch unterirdisch zur Kirche führt.

Wir gehen an Stöppach vorbei, das auf einem Hochplateau der Hersbrucker Alb auf 470m liegt. Auch Stöppach ist von Wiesen und Feldern eingerahmt. Natur soweit das Auge reicht, begleitet uns auf dem Rückweg zur Burg Hohenstein.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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