Burg-Hohenstein-Runde zur Ruine Osternohe und in den Märzenbecherwald


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑436m  ↓436m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hohenstein ist ein Dorf, das zur fränkischen Gemeinde Kirchensittenbach gehört. Hier kann man Skifahren, Burggucken und Windbeutel genießen – und natürlich wandern. Unsere Runde wird uns in die Nachbargemeinde Markt Schnaittach führen und zwar zur Burgruine Osternohe. Auch werden wir den Märzenbecherwald bei Algersdorf durchqueren.

Ein- und Ausstieg ist in Hohenstein bei den Skiliften und wir gehen zur Burg Hohenstein, die aus dem 11. Jahrhundert stammt. Im 19. Jahrhundert war die Felsenburg bereits leidlich heruntergekommen und zum Glück fand sich 1983 der Verschönerungsverein Hohenstein, der die Burg erwarb.

Burg Hohenstein steht unter Denkmalschutz und kann als Halbruine bezeichnet werden. Der Bergfried erhielt einen Glockenturm. Man sieht die Burgkapelle und Teile des Palas und hat von oben einen schönen Blick in die Landschaft. Die Burg kann besichtigt werden.

Von der Aussicht gehen wir talwärts in westliche Richtung durch die offene Feldflur und Wäldchen. Nach etwa 4,5km sind wir in Schlossberg und an der Burgruine Osternohe. Von der Spornanlage aus der Zeit um 1200 ist allerdings nicht mehr viel übrig. Ein weiteres Baudenkmal ist die benachbarte Scheune, die Teile der Burg in Fragmenten hat. Der Ortskern von Osternohe ist westlich von uns. Wir gehen den Igelweg und die Straße Am Schlossberg, über die wir den Ort wieder verlassen.

Zu Osternohe gehören ein Skilift und ein Bikepark. Jede Menge kultivierter Landschaft umgibt uns auf dem Weg in Richtung Morsbrunn, dass wir nördlich umrunden. Eine zweite Schleife bringt uns dann durch den Märzenbecherwald südlich von Algersdorf. Der rund 1,5ha große Laubmischwald ist ein Naturdenkmal. Hier tummelt sich der Märzenbecher in dichter Pracht und bildet weiße Teppiche zwischen Februar und April. Man wird gebeten, auf Trampelpfaden zu bleiben und kommt dem automatisch nach, um nichts zu zerstören. Der Märzenbecher ist eine Frühlings-Knotenblume, die giftig ist, da sie Alkaloide bildet.

In Algersdorf sind hübsche einstige Bauernhäuser (18. Jahrhundert) mit tief heruntergezogenen Steildächern und interessantem Fachwerk zu sehen, wo die Figur „Wilder Mann“ zwei parallele Balken zeigt. Wenn wir die Straße St2404 überqueren sind wir auf einer Höhe von nur noch 418m und gehen nach Hohenstein auf dem letzten Kilometer hinauf.

Bildnachweis: Von Sven-121 [Public domain] via Wikimedia Commons

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