Von Altenau zum Jägersbleeker Teich und zum Polsterberger Hubhaus (Oberharz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑509m  ↓509m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im heilklimatischen Kurort Altenau startet diese Rundwanderung, die uns zu zwei Teichen des Oberharzer Wasserregals leitet. Das Oberharzer Wasserregal wurde im August 2010 in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Das einmalige Wasserleitsystem der Oberharzer Wasserwirtschaft wurde vor über 800 Jahren im Harz von Zisterziensern begonnen. Auf dieser Runde kommen wir an den Zeugnissen der Teiche Fortuner Teich, Jägersbleeker Teich, Polsterberger Hubaus, dem Hüttenteich sowie an einigen Gräben vorbei. 

Wir parken in Altenau bei den Saunathermen und umgehen die Ortsbebauung in westliche Richtung, wobei wir den „Großer Gerlachsbach“ überqueren, ebenso den Damm vom Hüttenteich, dem die Rotenbeek zufließt. Wir gehen ein Stückchen gen Norden, wo sich die Runde in der Rothenberger Straße öffnet und wählen die Richtung entgegen dem Uhrzeiger. Östlich von uns ist Altenau, durch das die Oker fließt, westlich liegt die Wanderrunde. Wir begegnen dem „Schwarzes Wasser“, dem „Hellertaler Graben“ und der K 38. Dem Wasser- und Verkehrslauf folgen wir in Richtung Clausthal-Zellerfeld. 

Dann macht der Weg eine Biegung und wir kreuzen die K 38 (Altenauer Straße), um auf den Wanderweg Roter Handschuh zu kommen. Der bringt uns zum Fortuner Teich, zum „Alter Dammgraben“ und „Dammgraben“. Der Fortuner Teich wurde 1721 gebaut und sein Wasser sollte die Versorgung der Pochwerke im Polstertal sicherstellen. Rund 300.000 Kubikmeter Wasser stauen sich hier, von teilweise sumpfigen Ufern und viel Wald umgeben. 

Wir folgen dem Dammgraben an der Westflanke des Teiches und kommen zum Jägersbleeker Teich, dessen Damm wir überqueren. Der Jägersbleeker Teich, übrigens ist dort auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel, wurde mit Wasser aus dem Polsterberger Hubhaus versorgt, um auch in Trockenperioden dem Bergbau im Clausthal zu dienen. Der Jägersbleeker Teich wurde bereits um 1670 gebaut und hat einen Gesamtstauraum von 380.000 Kubikmetern.

Das denkmalgeschützte Polsterberger Hubhaus ist unser nächstes Ziel. Dort bietet sich auch eine Rast an mit Produkten aus der Region zum Beispiel. Das Hubhaus war die höchste Wasserübergabestelle im Oberharzer Wasserregal und pumpte das Wasser 18m hoch, um die Speicherteiche zu füllen. 

Nach der Pause folgen wir der Straße Polsterberg bis zum Parkplatz Dammgraben an der B242, der Harzhochstraße. Hier macht unsere Runde eine kleine Südschleife bevor wir uns in nordöstliche Richtung durch den Wald begeben, um nach Altenau zurückzukommen.

Bildnachweis: Von Sarkana [GFDL], via Wikimedia Commons

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