Vom Brandenburger Tor durch den Tiergarten zum Schloss Charlottenburg (Berlin)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑55m  ↓55m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Stadtwanderung verbindet zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins: Das Brandenburger Tor am Ende des Prachtboulevards Unter den Linden und das Schloss Charlottenburg. Wir beginnen die Wanderung am Bahnhof Berlin Brandenburger Tor, der von den S-Bahn-Linien 1, 2 und 25 sowie der U 55 angefahren wird.

Über den Pariser Platz spazieren wir auf das Brandenburger Tor zu, das 1788-91 erbaut wurde und heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands zählt. Das Tor wird gekrönt durch die geflügelte Siegesgöttin Viktoria, die einen von vier Pferden gezogenen Wagen (Quadriga) lenkt. Das Brandenburger Tor stand auf der innerdeutschen Grenze und bewog den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zu dem Satz: „Solange das Brandenburger Tor geschlossen ist, ist die Deutsche Frage offen.“

Wir gehen durchs Brandenburger Tor und spazieren direkt in den Tiergarten hinein, der im 16. Jahrhundert als privates Jagdrevier angelegt und unter Friedrich dem Großen ab 1742 in einen öffentlich zugänglichen Park umgewandelt wurde. Heute ist der Große Tiergarten mit einer Fläche von 210ha nach dem Tempelhofer Feld die zweitgrößte Parkfläche in Berlin.

Wir spazieren auf dem Bremer Weg vor zum Goldfischteich und halten uns hier links zum Komponistendenkmal, das Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart zeigt.

Später erreicht man die Luiseninsel mit einer Nachbildung des 1880 eingeweihten Denkmals von Königin Luise. Man folgt hier dem Wasserzug nordwärts zur Rosseau-Insel und kommt dann in den schmucken Rosengarten, der 1909 vom Rosenzüchter Peter Lambert angelegt wurde.

Nun geht es auf den Großen Stern zu, den zentralen Platz im Großen Tiergarten, an dem sich heute wichtige Verkehrsstraßen treffen. In der Mitte steht die Siegessäule, die 1864-73 in der Nähe der heutigen Bundestags errichtet und 1938 auf den Großen Stern verbracht wurde. Wer will, kann auf die Siegessäule aufsteigen und den Blick über den Tiergarten genießen.

Wir steigen auf der anderen Seite der Hofjägerallee wieder in den eigentlichen Park ein und gehen über die Fasanerieallee mit ihren vielen Skulpturen aus der wilhelminischen Zeit zum Neuen See. Hier stoßen wir auf den Landwehrkanal, dem wir nun vorbei an der Schleuseninsel bis zum Charlottenburger Tor und der Charlottenburger Brücke folgen.

Parallel zur Straße des 17. Juni gehen wir vor bis zum Ernst-Reuter-Platz und halten uns hier rechts in die Marchstraße, bis wir wieder am Landwehrkanal sind, der wenig später in die Spree einmündet. Wir begleiten nun die Spree direkt am Ufer, bis wir hinter der Schlossbrücke am Neuen Pavillon den Schlossgarten von Schloss Charlottenburg erreichen.

Wir bleiben zunächst an der Spree und spazieren weiter bis zum Belvedere, das 1788-89 erbaut wurde. Hier ändern wir die Richtung und spazieren auf die Hohe Brücke zu mit herrlichem Blick über den Karpfenteich und den barocken Schlossgarten auf Schloss Charlottenburg, das ab 1695 erbaut wurde und später zeitweise Friedrich dem Großen als Residenz diente, während er seine Frau im Stadtschloss einquartierte.

Vorbei an der Großen Orangerie gehen wir zum Spandauer Damm und können hier in zwei Minuten den Bahnhof Berlin-Westend erreichen, der an der Ringbahn liegt und auch von der S 46 (Westend über Schöneberg, Tempelhof und Neukölln nach Königs Wusterhausen) bedient wird.

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