Vom Alexanderplatz zum Tempelhofer Feld (Berlin)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑62m  ↓64m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Alexanderplatz liegt im Herzen Berlins und ist der meistbesuchte Platz der Stadt: Über 350.000 Besucher zählt man hier im Schnitt. Pro Tag! Wer dann mal etwas Ruhe im Grünen braucht und dafür rund anderthalb Stunden Fußweg in Kauf nimmt, der kann dieser schöne Stadtwanderung vom Alex zum Tempelhofer Feld folgen.

Vom Alexanderplatz gehen wir durch die Rathauspassage zum Roten Rathaus, dem Dienstsitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Am Roten Rathaus hält man sich links in die Spandauer Straße, quert die B 1 und kommt zum Alten Stadthaus, einem 1902-11 errichteten Verwaltungsgebäude, das u.a. als Amtssitz des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière diente.

Man passiert die evangelische Parochialkirche, die ab 1695 erbaut wurde, und kommt zu den letzten spärlichen Resten der mittelalterlichen Stadtmauer Berlins, die sich zwischen der Waisenstraße und der Littenstraße befinden.

Über die Jannowitzbrücke spaziert man über die Spree und kommt übers Märkische Ufer zum Märkischen Museum, dem Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Das 1899-1904 erbaute Märkische Museum ist ein spannender Stilmix aus sehr verschiedenen Gebäudeteilen, die sich auf bestimmte Vorbilder aus historischen Epochen beziehen.

Direkt hinter dem Märkischen Museum befindet sich der Köllnische Park. Hier lebt im Bärenzwinger seit 1928 der Berliner Bär – also nicht immer derselbe natürlich, sondern der jeweils aktuelle Stadtbär. Derzeit ist das die 1981 im Bärenzwinger geborene Bärin Schnute (Update: Mittlerweile ist der Berliner Bärenzwinger leer.)

Weiter übers Märkische Ufer kommt man in die Neue Roßstraße, der man nach links folgt. Später geht es rechts in die Alte Jakobstraße, links in die Sebastianstraße und dann rechts in die Prinzenstraße, die uns auf den Moritzplatz führt. Vom Moritzplatz aus halten wir uns östlich in die Oranienstraße und kommen zum Oranienplatz, dem ehemaligen Zentrum der historischen Luisenstadt.

Hinter dem Oranienplatz verlassen wir die Oranienstraße nach rechts in die Adalbertstraße, die uns zum Kottbusser Tor führt. Der Kotti ist das Zentrum des in früheren Zeiten SO 36 genannten Bezirks, wo sich in den 1970er und 1980er Jahren das Herz der alternativen Szene Berlins befand. Durch die Kottbusser Straße spaziert man südwärts zum Landwehrkanal und trifft auf den neuberlinerisch Kreuzkölln genannten Kiez.

Wir halten uns aber halbrechts und gehen weiter durch die Graefestraße, eine beliebte Ausgehmeile in Kreuzberg. Man passiert die Urbanstraße und kommt auf der Graefestraße schließlich zur Hasenheide. Die Hasenheide ist ein rund 50ha großer Park im Berliner Ortsteil Neukölln an der Grenze zu Kreuzberg. Der Name des Parks geht auf die Nutzung des Geländes als Hasengehege ab 1678 zurück. 1811 eröffnete Friedrich Ludwig Jahn auf der Hasenheide den ersten Turnplatz in Preußen.

An der Hasenschänke am Rosengarten hält man sich rechts und spaziert vorbei am Rixdorfer Teich zum Columbiadamm. Dem Columbiadamm folgt man nach rechts und nimmt hier später den Eingang aufs Tempelhofer Feld, dem ehemaligen Gelände des Berliner Zentralflughafens. 2010 wurde das Tempelhofer Feld als Parkanlage für die Öffentlichkeit freigegeben. Heute ist das Tempelhofer Feld mit 302ha Fläche nicht nur der größte, sondern auch einer der beliebtesten Parks in Berlin. Für die Rückreise ins Zentrum bietet es sich an, den südlichen Parkausgang zu nehmen. Dann kommt man direkt zum U-Bahnhof (Richtung Stadtmitte) und S-Bahnhof (Ringbahn) Tempelhof.

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