Viaduktwanderweg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 29 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑697m  ↓697m
Viaduktwanderweg Beschilderung Markierung Wegzeichen

Dass es ein Stück Verkehrsgeschichte auf ein offizielles Wappen schafft, kommt auch nicht oft vor. In Altenbeken im Paderborner Land schon. Das Ortswappen zeigt stilisiert den Altenbekener Viadukt, eines der ältesten Zeugen der deutschen Eisenbahngeschichte.

Der Altenbekener Viadukt stand auch Pate bei der Einrichtung eines großen Rundwanderwegs um Altenbeken, den man Viaduktwanderweg nannte und der vom Deutschen Qanderverband als Qualitätswanderweg zertifiziert ist.

Wir beginnen die Wanderung am Place de Betton in der Ortsmitte von Altenbeken. Hier steht stilecht eine alte Dampflokomotive aus dem Jahr 1941. Aufgestellt wurde die Lok mit Tender im Jahr 1977. Hinter uns steht das Eggemuseum, das nicht nur Museum, sondern auch Veranstaltungsort ist.

Wir gehen vor zur Bahntrasse der Strecke Hamm-Warburg und kommen zur Aussichtsplattform Altenbekener Viadukt, die einen perfekten Blick auf eben dieses Bauwerk ermöglicht. Der Altenbekener Viadukt überspannt mit 24 Bögen das Beketal vor dem Eggegebirge. Die 482 Meter lange Gewölbebrücke ist Europas längste Kalksteinbrücke und wurde bereits 1851-53 gebaut. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. eröffnete den Bau mit den Worten: „Ich habe geglaubt, eine goldene Brücke vorzufinden, weil so schrecklich viele Thaler verbraucht worden sind“.

Wir wandern den Viaduktwanderweg mit dem Uhrzeiger und halten uns am Parkplatz rechts und dann gleich links hinein in den Weg Ziegenpatt. Es geht heran über den Sommerberg (369m) ans Naturschutzgebiet Egge-Nord und dann rechterhand zur Landstraße und dem Hotel-Restaurant Haus am Rehberg.

Es geht jetzt wieder auf Altenbeken zu. Vorbei am Wanderparkplatz Rißgrund und dem Arboretum Bollerborn kommen wir zur Freizeitanlage Driburger Grund mit Kinderabenteuerspielplatz, uriger Blockhütte und einem Generationen-Waldsofa.

Hinter dem Driburger Grund führt ein Stichweg zur Max-und-Moritz-Quelle. Über einen schmalen Steg gelangt man vom Weg aus zu einem auffälligen Hangeinschnitt. In diesem, durch Eisenbergbau in den Hang getriebenen Einschnitt, tritt an drei Stellen Wasser aus dem felsigen Untergrund und fließt in kleinen Rinnsalen in einen angestauten Teich.

Der Viaduktwanderweg führt uns nach Buke, einem Ortsteil von Altenbeken, und dann durchs Dunetal zum Kleinen Viadukt. Dann folgen wir grob dem Verlauf der Bahntrasse zurück zum Altenbekener Viadukt und zum Startpunkt unserer Tour.

Bildnachweis: Von Stefan Flöper [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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