Veldener Höhlenwanderung mit Geisloch und Michelhöhle sowie Abstecher zur Burg Hartenstein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑570m  ↓570m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Velden liegt im Pegnitztal und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Velden. Unsere Rundwanderung bringt uns durch sehr abwechslungsreiche Landschaft der Fränkischen Schweiz mit Wäldchen, Feldern und Wiesen sowie hineingesprenkelten Ortschaften – malerisch oberirdisch, phantasieanregend darunter mit seinen zahlreichen Höhlen und Felsen (Geisloch, Hohler Fels, Michelhöhle, Andreaskirche). Taschenlampe nicht vergessen!

Hinauf geht es zum Konradsberg, nach Hartenstein am Hirtenberg, Rabesberg, Frauenberg und wieder ins Dunkle leuchten wir in der Petershöhle, wo sich einst der Höhlenbär schubberte.

Velden liegt eingebettet in die Idylle des oberen Pegnitztals und wir verschaffen uns vom Bahnhof Velden aus einen ersten Eindruck. An zwei Stellen wurden der Pegnitz kleine Flussarme abgetrotzt, was den malerischen Charakter unterstreicht.

Türme liefern die Marienkirche und der Stadtturm von Velden. Die evangelisch-lutherische Marienkirche stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Wir sehen Reste der Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert. Richtung Mühltor ist das ehemalige Pflegschloss aus den 1540er Jahren mit Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Auffallend hübsch ist auch die Stadtmühle in der Mühlgasse. Der langgestreckte Bau aus Stein und Fachwerk stammt aus dem 18./19. Jahrhundert. Ein kleiner Abstecher an den Mühlkanal lohnt.

Über die Straße Am Wachtberg verlassen wir Velden in nordwestlicher Richtung. Nach rund 4,4km sind wir am Geisloch, einer Karsthöhle bei Münzinghof. Von April bis September ist sie frei zugänglich. Rutsch- und wasserfeste Schuhe sowie Taschenlampen sind wichtig. Durch einen Einsturztrichter geht man hinein. Die Höhle besteht aus drei hintereinanderliegenden Hallen mit kleinen Seen darin. Man sieht auch noch Tropfsteine.

Es geht zum Hohler Fels, den wir nach weiteren rund 2,6km zwischen Golfclub und Münzinghof erreichen. Zur Michelhöhle sind es nochmal rund 1,1km. Die Michelhöhle liegt am Westhang des Appenbergs und wird auch Appenloch genannt. Ihr Eingang misst ca. 17 x 4m und im Inneren ist sie 20 x 7 x 3m groß.

Nach insgesamt 8,3km sind wir am Portal der gern besuchten Karsthöhle Andreaskirche. Sie ist 50m lang, hat mehrere Zugänge und eine kathedralähnliche Vorgrotte. Es geht bergab. Bei Rupprechtstegen kommen wir in bebautes Gebiet an die Pegnitz sowie an die Straße nach Lungsdorf und Velden. Wir wechseln die Seiten von Straße und Pegnitz, wandern in Richtung Lungsdorf, wechseln dann in südöstliche Richtung.

Wir umgehen den Konradsberg (535m) mit dem Ziel Hartenstein am Hirtenberg (562m). In Hartenstein steht die Pfarrkirche St. Trinitatis (Heiligste Dreifaltigkeit) im Stil der Neoromanik. Wir machen einen Abstecher zur Burg Hartenstein, die aus dem 13. Jahrhundert stammt, Reste haben sich erhalten sowie das spätmittelalterliche dreigeschossige Kasernengebäude (1633, im Kern älter).

Aus Hartenstein heraus geht’s gen Osten am Rabesberg vorbei zum höchsten Punkt der Runde, dem Frauenberg (549m). Dann in nördliche Richtung durch das Gebiet Hainkirche.

Weiteres Walderlebnis haben wir auf dem Weg zur Petershöhle, die kulturgeschichtlich interessant ist. Hier fand Dr. Peters nämlich 1914 ein Höhlenbären-Skelett. Hernach wurden etwa 2.000 Höhlenbären gefunden, aber auch Höhlenlöwen, Nashörner, Hyänen, Wölfe, Urrinder etc. An einem steinmehlproduzierenden Dolomitwerk vorbei geht es nach Velden zurück.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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