Völklingen-Wehrden

Der Völklinger Stadtteil Wehrden liegt links der Saar und ist eine der ältesten Siedlungen in der Region. Das liegt daran, dass hier an der Einmündung der Rossel viel Geröll angespült wurde und man relativ problemlos die Saar passieren konnte. Die Rossel ist ein 38km langer Zufluss der Saar.

Wehrden war und ist ein bevorzugter Wohnort der Werktätigen, die auf der anderen Seite der Saar zu tun haben. Über die Saarbücke (Rathausstraße) kommt man zum Bahnhof Völklingen, dem Tor der Völklinger Hütte.

Die katholische Pfarrkirche St. Josef prägt das Saarufer in Wehrden. Sie entstand als dreischiffige Basilika im Stil der Neugotik von 1897-99 nach Plänen von Wilhelm Hector. Die Kirche ist verputzt und am Turm zeigt sich Sichtmauerwerk. Im Inneren hat sie einen Flügelaltar. Das Gehäuse der Orgel ist im Stil des Barock und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Aus dem Jahrhundert stammt auch der Taufstein, der kurioserweise zeitweilig im Garten als Vogeltränke diente.

Nahe der Saar und der sie begleitenden Stadtautobahn 620 fällt die evangelische Auferstehungskirche ins Auge durch den freistehenden Glockenturm von 1964. Der Kirchenbau hat Anleihen in der Industriearchitektur. Bis zur Einweihung der Kirche 1954 fanden die evangelischen Gottesdienste in einem Zechensaal statt und daran erinnert auch der mit Sandstein verkleidete Stahlbetonbau der Auferstehungskirche, durch dessen hohe sprossengegliederte Fenster das Licht einfällt.

Die Selimiye-Moschee, in einem früheren Kino in der Schaffhauser Straße, ergänzt durch ein Minarett, bietet einen Ort für die 1.000 Muslime in der Kirche „des Friedlichen“, womit Selim übersetzt wird. Ein weiterer Turmbau in Wehrden steht südlich des Ortes auf dem Hohen Berg (283m): der Sender Völklingen.