Völklingen-Geislautern

Geislautern, ein Stadtteil von Völklingen, liegt am Unterlauf des Rosseltals im Deutschen Warndt. In Geislautern mündet der Lauterbach in die Rossel und im Lauterbachtal am südwestlichen Ortsrand liegt der kleine Rehbruchweiher.

Land- und Forstwirtschaft, Bergbau und Eisen sorgten in Geislautern für Lohn und Brot. Von 1575 bis 1874 wurde hier Eisen geschmolzen und die Hütte dann jedoch 1884 auf Abbruch verkauft. Heute ist dort das Gelände der Mühle Abel & Schäfer. 1958 wurde hier eine Produktion von Backmischungen für Bäckereien begonnen. Viele Bäckereien arbeiten mit den Vorprodukten aus Völklingen, die dann in leckere Brote, Brötchen und Kuchen einfließen.

Die einstige Steinkohlegrube in Geislautern war dort, wo heute das Gymnasium ist. Das Warndt-Gymnasium wurde 1969 gegründet. Die Hochschulgeschichte in Geislautern geht auf Napoleon zurück. Der ließ 1807 eine kaiserliche Ingenieursschule einrichten. Sieben Jahre lang dienten die Grubengebäude als Klassenzimmer für das Warndt-Gymnasium, bis die alten Bauten 1978 abgerissen wurden, zugunsten von neuen.

Der Architekt Wilhelm Hector plante auch in Geislautern eine Kirche. Die Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wurde 1907 fertig. Sie steht auf einer Anhöhe und fällt auch durch ihre Asymmetrie auf. Die Kirche im Stil der Neugotik hat einen schlanken Turm neben dem Chor und noch ein kleines Türmchen neben der breiten Eingangsfront. Durch die betonten Strebefeiler, Lisenen und Gesimse wirkt sie ein bisschen burgenhaft. Auch unter Denkmalschutz steht das aus dem Jahr 1906 stammende Bahnhofempfangsgebäude.