Der Sauerländische Gebirgsverein hat mit seinen jeweiligen Partnern 15 Streifzüge durch das Ruhrgebiet angelegt, zwischen Urbanität, Industrie im Wandel, Parks und Kultur. Auf unserer heutigen Duisburg-Wanderung haben wir vor allen Dingen Stadt, Fluss, Kunst und Sicht vom Kaiserberg – alles dabei, was die Urban Trails ausmacht.
Was die Trails auch ausmacht, ist ihr Start und Ziel am Hauptbahnhof. Los geht’s gegen den Uhrzeigersinn in der Stadt, die schon so viele Wandlungen erlebt hat und wo – die Älteren wissen es vielleicht noch – Tatort-Kommissar Schimanski in seinem letzten Fall 1991 von der Friedrich-Ebert-Brücke sprang und sein Lieblingswort mehrfach ausrief. Wir wandern durch den Goerdeler Park, über den Ottilienplatz und entlang eines Grünstreifens zwischen den Königsberger Alleen im Bereich des Viertels Duissern mit Altbaufassaden und Cafés sowie der Trinkhalle in einem alten Hochbunker, der Bunkerbude an der Zieglerstraße.
Dann nähern wir uns ansteigend dem Kaiserberg (78m) und streifen nahe einem einstigen Wasserfall den Botanischen Garten. Durch Mischwald mit alten Bäumen kommen wir zum Schülke-Platz mit Gewässer und einem Aussichtspunkt. Wo der Blick schweifen kann, schaut man bis zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Wir kommen am Ehrenfriedhof mit Kriegsgräberstätte Kaiserberg und dem Jungen Krieger vorbei. Man erfährt von der Vielzahl der Toten des Ersten Weltkriegs. Rechterhand des Weges grenzt der Zoo Duisburg an. Wir kommen an der Sedanwiese vorbei und durch den Wald weiter abwärts zum Schnabelhuck mit Aussichtsplateau und Blick über die Schornsteine.
Dann kommen wir unter den Gleisen durch und erleben Ein- und Mehrfamilienhauswohnen sowie Sportstätten und Kleingarten, und so klein ist das Areal des Kleingartens Neuland gar nicht. Als Nächstes führt die Wanderung ins neue Duisburg am Innenhafen, das sich zu einem architektonischen und kulturellen Spot entwickelt hat. Hier hat sich Altes mit Neuem vermählt – Speicher, Wasser, Kunst, Museum Küppersmühle, Garten der Erinnerung, Boote verschiedener Preisklassen und Stararchitektur, Café am Wasser, alte Stadtmauer mit – sehr schön. Wir kommen am Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg vorbei zum Froschkönigbrunnen bei der Salvatorkirche am Alten Markt mit Wurzeln vermutlich im Jahr 1316. Wir sind hier in der Altstadt und sehen die archäologische Zone, wie es wohl gewesen war. Das Rathaus Duisburg ist um die Ecke und hat eine umfangreiche Baugeschichte. Die Einweihung wurde 1902 begangen. Es hat eine sehr schmucke Ostfassade am Burgplatz.
Es bleibt unterhaltsam beim weiteren Weg am Kuhtor über den Platz mit seinen Angeboten. Von dort geht’s zum Dellplatz bei der St.-Joseph-Kirche und schließlich durch den Immanuel-Kant-Park mit dem Lehmbruck-Museum und Skulpturengarten mit zeitgenössischen Kunstwerken. Zum Hauptbahnhof ist es nicht mehr weit.
Bildnachweis: Von Ingo Strutz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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